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Mo., 29.09.2014

Abwechslungsreicher Herbstmarkt lockt hunderte Interessierte zum Werburger Ensemble – viele Mitmachaktionen  Altes Handwerk fasziniert Besucher 

Der kleine Leonard darf am Stand von Georg Nicklaus sein eigenes Seil herstellen. Er ist bereits ein richtiger Profi in dem Handwerk und hat schon mehrere Seile zu Hause.

Der kleine Leonard darf am Stand von Georg Nicklaus sein eigenes Seil herstellen. Er ist bereits ein richtiger Profi in dem Handwerk und hat schon mehrere Seile zu Hause.

Von Pia Walkenhorst

Spenge (SN). Einem eigenen, beschaulichen Dorf hat das Werburg-Ensemble jetzt geähnelt: Pferde wiehern, Pickertduft lockt, der Schmiedeofen wärmt, Kinder lachen und Säge und Hammer sind pausenlos im Einsatz. Hunderte Besucher haben sich den Herbstmarkt am Sonntag nicht entgehen lassen und konnten an einigen Ständen sogar selbst mitmachen.

»Wir wollen den Leuten vermitteln wie so manche alte Handwerkskunst funktioniert«, sagte Ludger Horstmann. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Volkstanzgruppe KAB Laggenbeck präsentierte er an einem Stand die Anfertigung von diversen Holzschuhen und die Kunst des Blaudrucks. »Seit 20 Jahren tanzen wir in diesen Holzschuhen. Wir haben bei einem Schuhmeister gelernt und möchten unser Wissen an andere Menschen weitergeben«, so Horstmann.

Das Handwerk des Körbeflechtens konnten Interessierte derweil bei Susanne Kurz bestaunen. Seit 30 Jahren flechtet sie regelmäßig Taschen und Körbe. Zum ersten Mal hat sie ihre fertigen Stücke auf nun dem Herbstmarkt ausgestellt. »Zumeist sitze ich drei bis vier Stunden an einem Korb. Das Beschaffen der Silberweiden dafür ist aber oft aufwändiger, als das Flechten selbst«, so Kurz.

Doch nicht nur das Beobachten, sondern auch das Mitmachen stand im Vordergrund. Besonders die Kinder sollten an diesem Tag an der Werburg erfahren, wie viel Arbeit oft in einfachen Dingen steckt. Am Stand der Seilerei Nowotny aus Bünde hatten die Jungen und Mädchen daher die Möglichkeit, ihr eigenes Seil zu fertigen. An der Kordelmaschine konnte jeder die Kurbel drehen. Der kleine Leonard war vollkommen begeistert von seinem neuen Werk. »Ich hab schon fünf Seile Zuhause. Jedes Jahr bekomme ich ein neues«, sagte er. Auch in einer Mitmach-Schmiede durften die Kinder selbst mitarbeiten. Mit einem Hammer konnten sie das heiße Eisen in die richtige Form bringen.

Und mit Holz wurde auch gewerkelt. Am Stand der Tischlerei »FamilienHolz« hatte der Nachwuchs in der Kinderwerkstatt die Möglichkeit Bilder oder Skulpturen mit Hammer, Nagel und Schrauber anzufertigen.

Für Tierfreunde wurde ebenfalls einiges geboten. Die Reitschule von Diana Bruce-Bastin bot den Kindern eine Runde Ponyreiten um den Teich der Werburg an. Die Ponys Max und Felix machten mit den kleinen Besuchern eine Tour, während die Eltern den Pferdeschmuck bestaunten. Als Andenken oder als Schmuckstück hatten sie die Wahl zwischen Ketten, Armbändern und Ringen aus echtem Schweifhaar.

Für die passende musikalische Untermalung des Werburger Herbstmarktes sorgte indes Ludwig Blome mit seiner mehr als 50 Jahre alten Drehorgel. »Die Orgel kann sehr viele Lieder spielen. Wer möchte, kann einen ganzen Tag zuhören«, sagte Blome.

Aber auch an einer abwechslungsreichen Verpflegung mangelte es nicht. Die Besucher hatten die Wahl zwischen verschiedenen Suppen, Reibekuchen, Wurstbroten oder selbst gebackenen Torten und Kuchen.

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