Koch-AG des Widukind-Gymnasiums: Plätze mussten ausgelost werden – Teenager lernen Ess-Kultur 
Jungs greifen zu Topf und Löffel 

Enger (WB). Die Shows im Fernsehen zeigen, dass Männer am Herd eine gute Figur machen. Und das trifft auch auf die Widukind-Gymnasiasten zu, die sich alle 14 Tage zu einer zwei Doppelstunden langen AG in der Küche im Schulzentrum treffen. Auffällig: Besonders viele Jungen greifen zu Pfanne, Topf und Auflaufform. Kochen ist wieder »in« – auch bei jungen Leuten.

Freitag, 14.11.2014, 04:02 Uhr aktualisiert: 18.11.2014, 15:28 Uhr
Simon Heitmann und Robin Schäfer (rechts) bereiten Wirsing-Eintopf mit Kartoffelbrei und Gehacktem vor. Die Widukind-Gymnasiasten haben...
Simon Heitmann und Robin Schäfer (rechts) bereiten Wirsing-Eintopf mit Kartoffelbrei und Gehacktem vor. Die Widukind-Gymnasiasten haben sich für die Back- und Koch-AG entschieden, weil sie sich gerne auch mal etwas selber kochen können wollen.

 Dieses Mal stehen Aufläufe auf dem Plan. In kleinen Gruppen schnippeln die Schüler die Zutaten klein, braten das Fleisch an und schieben die Formen in den Ofen. »Wir kochen eine klassische Lasagne mit Nudeln, Hack und Möhren«, verrät Juliane (13). In den beiden anderen Zeilen der Schulküche werden Kartoffeln und Wirsing überbacken.

 »Mir macht das Kochen einfach Spaß, darum habe ich mich bei der AG angemeldet. Ich helfe öfter meiner Oma in der Küche. Außerdem möchte ich in der Lage sein, mir selber etwas zu Essen zubereiten zu können«, nennt Robin Schäffer (15) seine Gründe, warum er sich für diese Arbeitsgruppe entschieden hat. Souverän hält er den Handmixer und gibt dem Kartoffelpüree den letzten Schliff.

 Betreut werden die 16 Jugendlichen aus den Klassen acht und neun von den beiden Lehrerinnen Claudia Barth und Constanze Fischer. »Die AG Kochen und Backen konnten die Schüler im Zuge der Profilfächer nach ihren Interessen wählen. Es sind so genannte Wahlpflichtfächer«, sagt Barth. Bei den Jugendlichen kam die Koch-AG so gut an, dass gelost werden musste, wer mitmachen darf. »Wir bereiten immer etwas anderes zu. Dabei orientieren wir uns nah am Alltag. Mal wird eben alles von Hand zubereitet, mal kommt auch ein Fertig-Tütchen zum Einsatz«, verrät Fischer.

 Im Anschluss wird abgewaschen und dann in aller Ruhe gemeinsam gespeist. »Die Kinder lernen auch Ess-Kultur. Das finde ich sehr wichtig«, meint Barth. Bisher hat es den jungen Köchen eigentlich immer geschmeckt, was sie gezaubert haben. »Vergangenes Mal hat sich alles um den Kürbis gedreht. Es gab eine Suppe, einen mit Hack gefüllten Kürbis und einen Kürbis-Kuchen zum Nachtisch. Der mundete besonders gut«, berichtet Barth.

 In 14 Tagen steht dann zur Abwechslung Backen auf dem Plan. Dann kneten die Teenager Teig und stechen Kekse aus. »Die wollen wir am 29. November beim Tag der offenen Tür unserer Schule verkaufen. Der Erlös fließt wieder in unsere AG. Schließlich müssen wir immer alle Zutaten auch kaufen«, erzählt Claudia Barth.

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