Stadt Enger lädt für 25. November zum offenen Spaziergang durch den Ortskern ein
Auf der Suche nach Barrieren

Enger (WB). Die Stadt Enger soll barriereärmer werden. Sie lädt deshalb für Samstag, 25. November, alle Bürger zu einem offenen Spaziergang durch den Ortskern ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr das Haus der Kulturen in der Brandstraße 11.

Freitag, 17.11.2017, 17:13 Uhr aktualisiert: 17.11.2017, 17:17 Uhr
Ist der Borstein vielleicht zu hoch? Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser, Johannes Korte (Büro Complan) und Bürgermeister Thomas Meyer nehmen schon mal Maß. Gleichzeitig laden sie zum Ortspaziergang ab dem Haus der Kulturen (hinten) ein. Foto: Gerhard Hülsegge
Ist der Borstein vielleicht zu hoch? Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser, Johannes Korte (Büro Complan) und Bürgermeister Thomas Meyer nehmen schon mal Maß. Gleichzeitig laden sie zum Ortspaziergang ab dem Haus der Kulturen (hinten) ein. Foto: Gerhard Hülsegge

»Wir wollen gemeinsam herausfinden, wo man sich gut bewegen kann und wo es Schwächen hinsichtlich der Begehbarkeit gibt«, sagt Bürgermeister Thomas Meyer. Und Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser ergänzt: »Bürger haben oft andere Sichtweisen als Politiker und Planer.«

Am Ende soll die Frage beantwortet werden: Wie barrierefrei ist der Ortskern? In zwei Gruppen geht es auf unterschiedlichen Routen durch die Engeraner City. Anschließend treffen sich die Spaziergänger wieder im Haus der Kulturen, um sich bei einem warmen Getränk über das Gesehene auszutauschen.

ISEK wird fortgeschrieben

Ist der Bürgersteig für Rollatoren oder Rollstuhlfahrer zu hoch? Komme ich auch mit einem Zwillings-Kinderwagen überall hin? Sind Natursteinbänder nicht eher hinderlich oder warum braucht es zwölf verschiedene Pflasterarten auf dem Barmeierplatz? Diese und andere Fragen stehen im Raum.

Die Ergebnisse des Spaziergangs zwischen Stiftskirche und Bolldammbach sollen langfristig Eingang in den Barriere-Atlas finden, den die Stadt in Umsetzung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) erstellen wird. Deshalb nehmen auch Mitarbeiter des Kommunal-Beratungsbüros Complan (mit Sitz in Potsdam und Regionalniederlassung in Bielefeld) an dem Ortskernspaziergang teil. »Für unsere Arbeit ist eine Analyse vor Ort erforderlich, das geht nicht vom Schreibtisch aus«, erklärt Johannes Korte.

Barriere-Atlas in Arbeit

Mit Ortskernspaziergängen kennt er sich aus. In Minden sind 130 Interessierte gekommen. »Wir haben erst mal für 30 gedeckt«, so Engers Bürgermeister Meyer. Für alle Bürger, die kommen, hat Complan auch schon verschiedene Knack- und Haltepunkte ausgemacht. Die Route 1 führt vom Haus der Kulturen über den Barmeierplatz, den Gerbereiplatz, die Maiwiese und den Kirchplatz zum Heckewerthplatz. Route 2 beinhaltet auch noch am Kleinbahnhof, das E-Center und den Aldi sowie den Lichtensteinplatz und das Rathaus.

Der Barriere-Atlas ist ein wichtiges Element zur Fortschreibung des ISEK, bei dem alle Maßnahmen vom Land zu 70 Prozent gefördert werden. Enger bedient sich dieses Instrumentes seit 2012. Die jetzt diskutierten Maßnahmen werden voraussichtlich frühestens 2021 umgesetzt werden können. Letztlich geht es bei ISEK II um nicht weniger als die Umgestaltung der Verkehrsflächen als großes Thema, um die Innenstadt in Gänze für die nächste Generation attraktiver zu machen.

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