Unterschlupf am Engeraner Artenschutzturm aus der Nische gerissen – Anzeige gegen Unbekannt
Unbekannte zerstören Insektenhotel

Enger (WB/jmg). Unbekannte haben vor wenigen Tagen ein Insektenhotel am alten Trafoturm an der Pievitstraße in Enger zerstört. Es befand sich in einer Außennische am so genannten Artenschutzturm.

Donnerstag, 01.03.2018, 13:16 Uhr aktualisiert: 01.03.2018, 15:06 Uhr
Hier standen bis vor Kurzem noch so genannte Insektenhotels. Laut Günther Bergermann vom Heimatverein Enger haben Unbekannte sie mutwillig zerstört. Foto: Jan Gruhn
Hier standen bis vor Kurzem noch so genannte Insektenhotels. Laut Günther Bergermann vom Heimatverein Enger haben Unbekannte sie mutwillig zerstört. Foto: Jan Gruhn

Günther Bergermann vom Heimatverein Enger hat nach eigenen Angaben bereits am Freitag bemerkt, dass dort etwas nicht stimmt. »Da hat jemand den Unterschlupf rausgerissen«, sagte er gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. Anschließend hätten der oder die Täter die Teile der Insektenwohnanlage in einen nahegelegenen Brunnenring geworfen. »Es gibt bislang keine Hinweise, die zu einem Täter führen könnten«, meint Bergermann. Trotzdem habe er sogleich die Polizei benachrichtigt und Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Viel Arbeitszeit reingesteckt

Einige der Löcher seien sogar mit Larven belegt gewesen, gibt Bergermann an. »Die sind jetzt natürlich alle hinüber.« Eine Bergung sei zurzeit nicht möglich, die Überreste lägen festgefroren in einer Pfütze. Den materiellen Wert schätzt er auf etwa 200 Euro. »Das ist zwar auch viel Geld«, allerdings trauere er mehr um die Arbeitszeit, die er zusammen mit weiteren Heimatfreunden in die Insektenbehausung gesteckt habe. Im mühevoller Handarbeit hätten sie Äste geschnitten.

Laut Bergermann standen die Hotels seit etwa drei Jahren am jetzigen Tatort. Zu einem derartigen Vorfall sei es in dieser Zeit allerdings noch nicht gekommen. Der Artenschutzturm ist eine »Immobilie« für verschiedene Tiere: In unterschiedlichen Nistkästen an der Außenfassade können zum Beispiel Schwalben oder sogar Fledermäuse leben. Für Insekten ist aber erst mal deutlich weniger Platz.

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