Complan Kommunalberatung stellt Barriereatlas für Enger vor – Motto: »Gemeinsam bewegen in der Stadt«
Ebenes Pflaster, Lehnen für Bänke

Enger (WB/gge). »Enger für alle ­– gemeinsam bewegen in der Stadt.« So lautet das Motto für ein Leitbild, das die Widukindstadt langfristig barrierefreier machen soll. Caroline Uhlig und Tania Gianneli von der Complan Kommunalberatung haben im Ausschuss für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt des Rates der Stadt Enger erläutert, was das Konzept zur Erstellung eines Barriereatlasses beinhaltet. Ende Mai wollen sie ihren Bericht schriftlich abliefern in der Hoffnung, dass ihre Vorschläge im neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ihren Niederschlag finden.

Freitag, 16.03.2018, 09:14 Uhr aktualisiert: 16.03.2018, 09:20 Uhr
Der Barmeierplatz mit seinen unterschiedlichen Pflasterungen soll für Fußgänger begehbarer gemacht werden. Die Bänke bräuchten neben Rücken- auch Seitenlehnen. Foto: Gerhard Hülsegge
Der Barmeierplatz mit seinen unterschiedlichen Pflasterungen soll für Fußgänger begehbarer gemacht werden. Die Bänke bräuchten neben Rücken- auch Seitenlehnen. Foto: Gerhard Hülsegge

»Es geht um die Nutzbarkeit des öffentlichen Raumes durch Teilhabe«, erklärte Caroline Uhlig. Menschen, die in ihrer Seh-, Hör- oder Mobilität eingeschränkt seien, müssten gefahrlos von A nach B kommen. Aber nicht nur sie, sondern auch alle anderen Bürger sollen vom Umbau profitieren. »Wir haben alle mal Gepäck in der Hand oder sind mit dem Kinderwagen unterwegs«, so Uhlig.

»Bolldammbach beleben«

Das größte Problem in Enger: Der Ortskern weist keine einheitlichen Oberflächen aus. Insbesondere der Barmeierplatz ist uneben, in der Bahnhofstraße heben Baumwurzeln den Bürgersteig an. Ohne Mängel sind einzig die Rathaus-Kreuzung (Bahnhofstraße/Spenger Straße) und die Bielefelder Straße. »Wir haben uns auch das Stadtmobiliar angesehen, leider fehlen Rücken- und Armlehnen«, so Tannia Gianneli. An der Kellerstraße fehlt die Beleuchtung. Um die Situation zu verbessern, schlugen die Expertinnen unter anderem vor, den Bolldammbach »erlebbar« zu machen.

»Wir wollen versuchen, das Beste daraus zu machen«, sagte Bürgermeister Thomas Meyer. Harald Wurm (Grüne) bescheinigte den beiden Referentinnen, Fleißarbeit geleistet zu haben. Der Ortskernspaziergang am 25. November vergangenen Jahres sei ein »Augenöffner« gewesen. Auch riet er dazu, bei der Möblierung schnell tätig zu werden.

Fördermittel in Aussicht

Jörg Pultermann (SPD) hofft, dass man mit der Umsetzung des Barriereatlasses noch in diesem Jahr beginnen kann. »Wir müssen Fördermittel beantragen, sonst landet der Atlas in der Schublade«, mahnte Detlev Göhner (CDU). »Dass die neuen Bänke nicht mehr zeitgemäß sind, tut weh«, fügte er hinzu.

Inge Nienhüser, Fachbereichsleiterin im Rathaus, teilte mit, dass die Stadt in der kommenden Woche bei der Bezirksregierung in Detmold vorsprechen werde in Sachen neues ISEK und Barriereatlas. »Wir wollen den Umbau der Innenstadt nachhaltig konzipieren«, sagte sie. Das werde eine Menge Aufwand bedeuten und auch zu Zielkonflikten führen, die es zu lösen gelte.

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