Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung unterstützt Diakonie-Wohngruppe
Hochbeete fürs Blaue Haus

Enger (WB). »Unser Ziel ist es, die Mobilität unserer Bewohner zu erhalten«, sagt Dorothea Reimann. Die Leiterin der Diakoniestation Jürgings Hof kann den acht Senioren in ihrer Wohngruppe dafür jetzt eine Aktivität mehr anbieten. Die Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung ermöglichte die Anschaffung und Bepflanzung von vier Hochbeeten.

Donnerstag, 31.05.2018, 06:17 Uhr aktualisiert: 31.05.2018, 06:20 Uhr
Die 90-jährige Edelgard Werning sitzt gerne in der Nähe der neuen Beete. Klaus Rieke (2. von rechst) von der Biermann-Stiftung Enger übergab Kästen und Sonnenschirm jetzt an Stationsleiterin Dorothea Reimann und Gerd Meyer von der Diakonie. Foto: Thomas Klüter
Die 90-jährige Edelgard Werning sitzt gerne in der Nähe der neuen Beete. Klaus Rieke (2. von rechst) von der Biermann-Stiftung Enger übergab Kästen und Sonnenschirm jetzt an Stationsleiterin Dorothea Reimann und Gerd Meyer von der Diakonie. Foto: Thomas Klüter

»Das Kräuterzupfen ist ein gutes Training für die Koordination und hilft unseren Bewohnern auch dabei, zum Beispiel Hemd oder Bluse selbst zuknöpfen zu können«, sagt Reimann. »Und wer keine Lust zur Gartenarbeit hat, darf sich auch einfach nur danebensetzen und den Duft genießen.« Einfach die Sonnenblume anzuschauen, mache Freude, habe eine der Seniorinnen gesagt, so die Leiterin.

Auch Sonnenschirm neu

Damit den Bewohnern des Blauen Hauses, wie es von allen genannt wird, auf der großen Terrasse mit den Hochbeeten nicht zu heiß wird, hat die Stiftung zusätzlich noch einen großen Sonnenschirm für die Diakoniestation gekauft.

Auf diese Weise Unterstützung zu leisten, werde leider immer schwieriger, sagt Klaus Rieke. Der ehemalige Bürgermeister ist seit eineinhalb Jahren im Vorstand der Stiftung, seit Januar dieses Jahres ist er Vorstandsvorsitzender. Das Prinzip einer Stiftung sei ja, dass das eingebrachte Vermögen erhalten bleibe. Lediglich die Gewinne aus der Verzinsung werden regelmäßig an mildtätige Projekte ausgeschüttet. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung auf Dauer bestand hat und auch in Zukunft noch viele förderungswürdige Projekte unterstützen kann. »Das ist aber bei den aktuellen Zinsen nur noch schwer möglich«, sagt Klaus Rieke.

Zinsentwicklung bereitet Probleme

Der neue Vorstandsvorsitzende könnte sich daher gut vorstellen, das Stiftungsvermögen aufzustocken, um weiterhin ordentliche Erträge zu erzielen und dann entsprechend des Leitbildes der Stiftung an Projekte zu spenden. »Wer Interesse daran hat, mit seinem Geld Gutes im Stillen zu tun, kann sich gerne an uns wenden«, sagt Klaus Rieke. Besonders gerne unterstütze die Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung kleine Projekte und Institutionen und weniger die großen Einrichtungen.

Durch das Engagement der Stiftung kann Bewohnerin Edelgard Werning jetzt neben einem Hochbeet sitzen – mit dem Duft von Kräutern und Blumen in der Nase. Die 90-Jährige versucht sogar, mit einer kleinen Kanne das Beet zu gießen und trainiert dabei ihre Motorik und die Koordination.

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