Fr., 27.07.2018

Stadt Enger und Firma Kompotec laden zu Tag der offenen Tür am 23. September ein – mit Video Willkommen im Klärwerk

WSBE-Chef Thomas Holz (von links), Ute Lepper-Wiebusch (Firma Kompotec) und Klärwerk-Leiter Maik Osha laden zum Tag der offenen Tür ein. Hier zeigen sie, wie aus schmutzigem Abwasser wieder klares Wasser wird, das über den Bolldammbach und weitere Gewässer der Nordsee zugeführt wird.

WSBE-Chef Thomas Holz (von links), Ute Lepper-Wiebusch (Firma Kompotec) und Klärwerk-Leiter Maik Osha laden zum Tag der offenen Tür ein. Hier zeigen sie, wie aus schmutzigem Abwasser wieder klares Wasser wird, das über den Bolldammbach und weitere Gewässer der Nordsee zugeführt wird. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Gerhard Hülsegge

Enger (WB). Was geschieht eigentlich mit meinem Abwasser? Und wo landen meine Gartenabfälle? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 23. September, von 11 bis 17 Uhr in der Kläranlage und im Kompostwerk an der Dornbreede in Enger.

»Vor 25 Jahren, am 11. November 1993, haben wir die dritte Reinigungsstufe in Betrieb genommen. Außerdem besteht seit 21 Jahren die Möglichkeit der Kompostierung von Grünabfällen an der Dornbreede«, sagt Thomas Holz, Leiter der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Enger (WBSE). Deshalb ist auch die Firma Kompotec beim Tag der offenen Tür mit von der Partie. Die Besucher dürfen sich auf spannende Einblicke in die Funktionsweise der Kläranlage, die Kompostierungsverfahren und die neue Vergärungsanlage des Unternehmens freuen. Die Biogasanlage wurde 2018 in Betrieb genommen. Unterstützt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, können sich Interessierte auch zu den Themen Abwasser, Abfall, Starkregen und Rückstau beraten lassen.

Biogasanlage neu installiert

Engers Kläranlage ist für 20.000 Einwohner konzipiert. 2,3 Millionen Kubikmeter Abwasser werden dort jährlich gereinigt. Die Fäkalien kommen nicht nur aus Enger, sondern auch aus Oetinghausen (Ortsteil der Gemeinde Hiddenhausen). Dafür wandern die Hinterlassenschaften aus Pödinghausener Toiletten nach Bielefeld, Teile aus Westerenger werden in Spenge entsorgt. »Das hat typografische Gründe«, erklärt Klärwerksleiter Maik Osha. Ein kleiner Teil der Abwässer aus Besenkamp werden deshalb auch an Hiddenhausen abgegeben. Acht Mitarbeiter sind im Engeraner Klärwerk beschäftigt.

Knapp 30.000 Tonnen Abfall aus dem gesamten Kreis Herford werden pro Jahr von der Firma Kompotec bearbeitet; 20.000 Tonnen Biomüll und 9000 Tonnen Grünabfälle aus privaten Haushalten sowie Gewerbebetrieben. 8500 Tonnen des Biomülls werden seit Kurzem in der neuen Biogasanlage bearbeitet. Dabei wird das Material in Methan umgewandelt. Der Gärrest wird zu den Kompostwerken nach Gütersloh und Nieheim transportiert, um ihn später etwa im Gartenlandschaftsbau zu verwenden.

Programm auch für Kinder

Eine Siebmaschine hilft in Enger dabei, die groben Teile nach dem Verrottungsprozess von den kleinen zu trennen. Erzeugt werden Wärme und Energie. 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom können mit Biogas und einem Blockheizkraftwerk pro Jahr ins öffentliche Netz eingespeist werden. Beim Tag der offen Tür sind auch Führungen vorgesehen. Für Kinder werden eine Rutsche und eine Hüpfburg aufgebaut. Der benachbarte Hagenhof (Café und Feierdeele) bietet Kaffee und Kuchen an.

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