Untere Wasserbehörde: Entnahme gilt als Ordnungswidrigkeit – Bußgeld droht
Wasser aus Flüssen und Seen ist für Gärten tabu

Herford (WB). Die anhaltende Hitze setzt auch der Natur zu: Tiere, Pflanzen, Büsche und Bäume leiden unter der Wassernot. Aber auch Flüssen, Bächen und Seen macht die Wassernot zu schaffen. Die untere Wasserbehörde des Kreises weist deshalb darauf hin, dass Wasser aus Flüssen und Bächen nicht für die Gartenbewässerung genutzt werden darf.

Freitag, 03.08.2018, 14:02 Uhr aktualisiert: 03.08.2018, 14:16 Uhr
Ohne Gießen kann im Garten bei dieser Hitze kaum etwas überleben. Wasser aus Flüssen, Bächen oder Seen darf dafür aber nicht verwendet werden. Darauf weist die untere Wasserbehörde des Kreises Herford hin. Foto: dpa
Ohne Gießen kann im Garten bei dieser Hitze kaum etwas überleben. Wasser aus Flüssen, Bächen oder Seen darf dafür aber nicht verwendet werden. Darauf weist die untere Wasserbehörde des Kreises Herford hin. Foto: dpa

Durch die lange Trockenheit ist der Wasserstand der Flüsse und Bäche so niedrig wie lange nicht mehr. Zudem wird das Wasser durch die ungewöhnlich lange Hitzewelle aufgeheizt, so dass der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt. Bundesweit mehren sich die Anzeichen, dass ein massives Fischsterben unmittelbar bevorstehen könnte, teilt der Kreis Herford mit.

In einer solchen Situation aus einem Fluss oder Bach Wasser zur Gartenbewässerung zu entnehmen, sei rechtswidrig und ökologisch unverantwortlich. »Grundsätzlich ist für jede Entnahme von Wasser aus einem Bach oder Fluss eine Erlaubnis der unteren Wasserbehörde erforderlich. Es gibt zwar Ausnahmen für den eigenen Bedarf von Gewässeranliegern, diese gelten jedoch nur, wenn dadurch keine negativen Auswirkungen auf das Gewässer entstehen«, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

In der derzeitigen, für die Gewässer kritischen Situation seien Wasserentnahmen aus Flüssen, Bächen oder Seen deshalb nicht erlaubt und die Entnahmen gelten als Ordnungswidrigkeiten, die auch mit einem Bußgeld geahndet werden können.

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