WGE-Band Body und Helden tritt 20 Jahre nach Gründung wieder auf
Nostalgie trifft auf Spaß

Enger (WB). Warm ist es im Probenraum, sehr warm. Ein bisschen wie früher? Nicht wirklich, denn alle sind gereift, musikalisch versierter, stehen in Lohn und Brot, haben teils Familie. 20 Jahre nach Gründung der Band Body und Helden wollen die Musiker, die sich am Widukind-Gymnasium Enger (WGE) gefunden haben, es noch einmal miteinander versuchen. Aus Nostalgie und purem Spaß am »Muckemachen«.

Mittwoch, 08.08.2018, 07:18 Uhr aktualisiert: 08.08.2018, 07:20 Uhr
Am 28. September gibt´s im oder am Gerbereimuseum ordentlich etwas auf die Ohren. Als Body und Helden agieren (von links) Sven Kreinberg, Sebastian (Body) Dold, Lennart Wohlt, Anne Linnenschmidt, Christian Szameit und Gunnar Ennen vor dem Publikum. Foto: Daniela Dembert
Am 28. September gibt´s im oder am Gerbereimuseum ordentlich etwas auf die Ohren. Als Body und Helden agieren (von links) Sven Kreinberg, Sebastian (Body) Dold, Lennart Wohlt, Anne Linnenschmidt, Christian Szameit und Gunnar Ennen vor dem Publikum. Foto: Daniela Dembert

Eher zufällig sei beim Kelleraufräumen aufgefallen, dass sich das 20-jährige Bestehen anbahne, erzählt Sebastian (Body) Dold. Die Hälfte der Originalbesetzung ist für die Proben und das für den 28. September im Gerbereimuseum geplante Konzert unter einen Hut gekommen. Tourende Profimusiker und Lehrer aus drei Bundesländern, das sei selbst in den Ferien eine planerische Herausforderung gewesen, so der Gitarrist und Sänger.

»Kraftvoller Schlagzeuger«

Von der Urbesetzung sind Sebastian Dold, Gunnar Ennen und Anne Linnenschmidt an Bord. Bei Malte Klöpper (Schlagzeug), Maik Eisenbeiß (Tasten) und Jens-Henning Gläsker (Bass) hat’s terminlich nicht geklappt. Verstärkung gibt es deshalb von Multi-Instrumentalist Christian Szameit, Pianist Sven Kreinberg und Schlagzeuger Lennart Wohlt. Letzterer ist mit Anfang 20 der Jüngste, was eine Reminiszenz an die damalige Lebenssituation der Bandmitglieder ist, ansonsten aber darin begründet liegt, »dass er einfach ein verdammt guter, kraftvoller Schlagzeuger ist«, meint Dold.

Kreinberg wäre bei dem Abschiedskonzert der Band gern dabei gewesen. »Aber da war ich 14 und meine Eltern der Meinung, das müsse noch nicht sein«, erzählt der Keyboarder. Gemeinsam mit Komponist »Body« hat Arrangeur Gunnar Ennen eine Songauswahl getroffen und die alten Stücke überarbeitet. Doch keine Nostalgie? »Schon, aber wenn wir es heute besser machen können als damals, wollen wir das auch tun«, findet der Live- und Studiomusiker, der schon in zahlreichen Bands mitgewirkt hat und als Produzent in Erscheinung getreten ist.

Alte Texte und neues Können

Geschmunzelt haben sie beim Anhören der alten Aufnahmen und es wurde klar, wie viel Zeit mittlerweile vergangen ist. »Einige der Texte stimmen einfach nicht mehr, weil wir uns in einer anderen Lebensphase befunden haben. Die zu bringen, wäre nicht authentisch, sondern albern«, erklärt Ennen. Liedtexte auf deutsch zu poppig-rockigen Klängen, das war Ende der 90er längst noch nicht etabliert. Als frischer Impuls waren Body und Helden ein gern gesehener Liveact.

An den auserkorenen Songs wird jetzt fleißig gefeilt. »Wir schreiben die Texte nicht um, aber wir arbeiten die Titel von früher mit dem Können von heute aus, so dass jedes Instrument zur Geltung kommt«, verheißt der Krawallo-Mann Dold. Das musikalische Treiben der Mitglieder hat sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt und fließt jetzt in das Projekt ein. Sängerin Anne Linnenschmidt bezeichnet es als »gereiften Sound«.

Vielleicht auch open air

Mehr als ein Instrument pro Kopf soll zum Einsatz kommen. So wird Gunnar Ennen auch auf der Lap-Steel sliden und Body zwischendurch zwölf Saiten anschlagen. Für das Konzert, das bei gutem Wetter unter freiem Himmel und bei schlechtem in der Galerie der Gerberei stattfinden soll, sollten sich Interessierte unbedingt vorab unter info@gerbereimuseum.de anmelden.

Body und Helden laden außerdem in Kooperation mit dem Verein Enger Impulsiv andere heimische Bands ein, sich an diesem Abend im Vorprogramm zu präsentieren. Bewerbungen gehen an info@der-zeremonien-meister.net.

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