Warendorfer nach Unfall in Enger schwer verletzt
Flugschüler (60) stürzt mit Gleitschirm ab

Enger (WB). Schmerzliches Ende eines Sportausfluges: Ein Mann aus Warendorf ist – wie am Samstag berichtet – mit seinem Gleitschirm in Enger-Westerenger zehn Meter in die Tiefe gestürzt und hat sich schwer verletzt.

Sonntag, 19.08.2018, 14:51 Uhr aktualisiert: 19.08.2018, 15:42 Uhr
Mit einem Gleitschirm wie diesem ist der Flugschüler verunglückt. Der erfahrene Pilot wollte Starts mit der Seilwinde üben. Foto:
Mit einem Gleitschirm wie diesem ist der Flugschüler verunglückt. Der erfahrene Pilot wollte Starts mit der Seilwinde üben.

Wie die Polizei mitteilte, war der 60-Jährige am Samstagmittag gegen 12.50 Uhr auf einem Acker am Feldweg in Enger verunglückt. Der Flugschüler sollte demnach mit seinem Fluggerät durch eine Winde auf die benötigte Flughöhe gebracht werden. Während des Starts kollabierte der Gleitschirm in einer Höhe von etwa zehn Metern. Vermutlich liegt die Ursache in einer seitlichen Windböe.

Warendorfer bricht sich ein Bein

Auf diesem Gelände an der Westerengerstraße in Enger-Westerenger nahe Jöllenbeck ist der 60-jährige Flugschüler aus Warendorf am Samstag abgestürzt. Eine Windböe war ihm zum Verhängnis geworden. Am gestrigen Sonntag herrschte dort bereits wieder normaler Flugbetrieb.

Auf diesem Gelände an der Westerengerstraße in Enger-Westerenger nahe Jöllenbeck ist der 60-jährige Flugschüler aus Warendorf am Samstag abgestürzt. Eine Windböe war ihm zum Verhängnis geworden. Am gestrigen Sonntag herrschte dort bereits wieder normaler Flugbetrieb. Foto: Gerhard Hülsegge

Der Warendorfer stürzte dadurch zu Boden und zog sich einen Beinbruch zu. Der Mann wurde durch den Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph 13 erstversorgt und anschließend in ein Bielefelder Krankenhaustransportiert.

»Das war ein normaler, dummer Sportunfall, für uns aber der erste seit 1984«, sagte Udo Wilhelm, Betreiber der Flugschule »High School« Werther-Westfalen mit Sitz in Borgholzhausen (Kreis Gütersloh). Der 70-jährige bedient selbst die Seilwinde, mit der die Flugschüler in 800 Meter Entfernung auf einem Feldweg in die Luft gezogen werden, um – von Winden getragen – am Himmel entlangzugleiten.

Geräte sind sehr zuverlässig

»Die Geräte sind sehr zuverlässig«, betonte der Leiter der Flugschule, von Beruf Anwalt. Der Pilot aus Warendorf, der am Samstag in Westerenger verunglückt ist, fliegt laut Wilhelm seit 25 Jahren, ist also ein erfahrener Pilot. »Er war bislang Bergstartflieger«, berichtet der Fluglehrer. Jetzt habe er umschulen wollen auf den Start mit der Seilwinde. Die Winde sei nagelneu und erst seit zwei Wochen im Einsatz.

Neue Winde seit zwei Wochen im Einsatz

Udo Wilhelm (70), Betreiber der Flugschule »High School«, bedient die neue Seilwinde, die erst seit zwei Wochen im Einsatz ist.

Udo Wilhelm (70), Betreiber der Flugschule »High School«, bedient die neue Seilwinde, die erst seit zwei Wochen im Einsatz ist. Foto: Gerhard Hülsegge

Das Unglück geschah bei einem Wiederholungsstart. In etwa zehn Metern Höhe klappte die rechte Fläche des Gleitschirms aufgrund einer seitlichen Windböe weg. Dann ging alles ganz schnell. Im Sturzflug landete der Flugschüler hart auf dem Boden. Dass Gleitschirme oder Flugdrachen von Winden erfasst werden, ist nichts Ungewöhnliches. »Wäre der Flugschüler 20 Meter höher von der Böe erfasst worden, wäre nichts passiert«, erklärte Udo Wilhelm und ergänzt: »Ein Schlenker in Bodennähe ist aber möglich«.

Weitere Untersuchungen des Unglücks seien nicht erforderlich, meinte Udo Wilhelm. Am gestrigen Sonntagmorgen herrschte bereits wieder normaler Flugbetrieb in Westerenger.

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