20.000 Besucher erwartet – Spende statt Eintritt – mit Video
Kreisgeschichtsfest: Postkarten sind schon Kult

Enger/Herford(WB). Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen: Bis zu 20.000 Besucher erwarten die Verantwortlichen am Wochenende 1./2. September beim Kreisgeschichtsfest in Enger. Die Werbe-Postkarten sind bereits zum Sammlerobjekt geworden.

Freitag, 24.08.2018, 03:31 Uhr aktualisiert: 24.08.2018, 03:40 Uhr
Der Kreis Herford ist im Sammelfieber: Die Werbe-Postkarten für das Kreisgeschichtsfest in Enger kommen offenbar gut an. Chef-Organisatorin Monika Guist verspricht sogar ein kleines Geschenk für Sammler, die alle Motive in der Tasche haben. Foto: Jan Gruhn
Der Kreis Herford ist im Sammelfieber: Die Werbe-Postkarten für das Kreisgeschichtsfest in Enger kommen offenbar gut an. Chef-Organisatorin Monika Guist verspricht sogar ein kleines Geschenk für Sammler, die alle Motive in der Tasche haben. Foto: Jan Gruhn

»Die Leute mögen es eben nostalgisch«, sagt Monika Guist vom Kreisheimatverein, der Gastgeber sein wird. Aber das Geschichtsfest sei nicht nur zum Schwelgen in Erinnerungen da, erklärt die Chef-Organisatorin. »Wir können begreifen, wie wir zu dem geworden sind, was wir sind.« Und daraus ließen sich wertvolle Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung ziehen.

Geschichte mit allen Sinnen erleben

Beim Blick in die Vergangenheit soll unter anderem die »Zeitreise«-Ausstellung helfen. In neun Pagodenzelten im Engeraner Stadtkern können Besucher die Geschichte des Wittekindlandes vom Mittelalter bis ins digitale Zeitalter verfolgen. »Mit allen Sinnen«, verspricht Guist. »Dort kann man eine Chronologie der eigenen Geschichte erleben.«

Landrat Jürgen Müller lässt sich von Thomas Meyer die Schürze binden. Im Hintergrund: Mitorganisatoren und Unterstützer.

Landrat Jürgen Müller lässt sich von Thomas Meyer die Schürze binden. Im Hintergrund: Mitorganisatoren und Unterstützer. Foto: Jan Gruhn

In der gesamten Innenstadt wird es an beiden Festtagen jede Menge zu entdecken geben: Walking Acts und Straßentheater zum Beispiel. Auch im Haus der Kulturen, im Widukindmuseum, auf dem Kirchhof oder am Denkmalsockel ist einiges los. Epizentrum des Festes, das zuletzt 2014 in Rödinghausen stattfand, ist die Stiftskirche. Dort findet am Samstag die Eröffnung statt, dort wird auch das multimediale Bewegungstheater aufgeführt.

Kirchenkreis feiert die »200«

»Für die Engeraner ist es etwas Besonderes, das Fest hier feiern zu dürfen«, sagt Bürgermeister Thomas Meyer. »Wir können zeigen, wie gastfreundlich wir sind.« Für Landrat Jürgen Müller steht fest: »Hier wird klar, woran sich die eigene Region fest macht.« An der Kirchenlandschaft zum Beispiel. Das 11. Kreisgeschichtsfest ist zugleich auch die Feier zum 200. Geburtstag des Kirchenkreises.

Der Eintritt zum Fest ist kostenlos, allerdings bitten die Verantwortlichen um Spenden unter der Überschrift »Kultur-Euro«. Chöre aus Enger werden durch die Menge gehen und das Geld einsammeln. Dabei tragen sie Schürzen, auf denen »Ich bin doch nicht kniepig« steht.

Beliebte Postkarten

Und die Postkarten? Die sind fast schon zum Kultobjekt geworden. »Eine Dame hat mir erzählt, dass sie aus Herford mit dem Rad alle Rathäuser des Kreises abgefahren hat«, sagt Kreisheimatpfleger Eckhardt Möller. »Nur, um ihre Sammlung zu komplettieren.« Monika Guist kündigt sogar an: Wer alle zehn Motive gesammelt hat, darf sich am Infostand des Kreisheimatvereins ein kleines Geschenk abholen.

Ausgewählte Höhepunkte

Eröffnet wird das Fest am Samstag, 1. September, um 11 Uhr in der Stiftskirche Enger. Musikalisch begleitet wird der Auftakt von der Westfälischen Kantorei mit Schülern des Königin-Mathilde- und des Friedrichs-Gymnasiums.

Unter den Titel »OWLeidenschaftlich« steht das multimediale Theaterstück in der Stiftskirche (Samstag, 20.30 Uhr). Die Karten sind begrenzt. Interessierte können sie ab 11 Uhr kostenlos im Infohaus des Kreisheimatvereins am Barmeierplatz abholen.

Nach dem Theaterstück (21.45 Uhr) feiert der Film »Mathilde – Macht und Einfluss einer mittelalterlichen Königin« in der Kirche Premiere.

Bereits am Samstagnachmittag (14 Uhr) spielt das Kain Kollektiv aus Bochum »Hagar – eine Lecture Performance«.

Der Fest-Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf Hoch- und Plattdeutsch unter dem Titel: »Der Schatz im Acker – Oin Schatt in’n Acker«.

Zudem ist am Samstag ab 13 Uhr NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) zu Gast.

Das ganze Programm gibt’s im hier.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5994909?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F
Datenpanne: Inzidenz steigt auf 41 – doch Kreis darf nicht sofort handeln
22 Neuinfektionen sind am Samstag gemeldet worden. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker