Midissage zur Ausstellung von Erna Hellinge-Bucher und Eberhard Hellinge im Kreishaus
Ein Leben für die Kunst

Herford/Enger (WB). Mit einem ergreifenden Adagio von Bach ist die Midissage zur Ausstellung des Ehepaares Erna Hellinge-Bucher und Eberhard Hellinge aus Enger im Kreishaus gestartet. Den Festakt nutzten die Anwesenden, um das Lebenswerk der verstorbenen Künstler zu würdigen.

Dienstag, 28.08.2018, 13:00 Uhr
Landrat Jürgen Müller (von links), Kuratorin Hildegard Bergmeier und Engers Bürgermeister Thomas Meyer würdigten die Kunst von Erna Hellinge-Bucher und Eberhard Hellinge. Fotos: Sophie Hoffmeier

»Ich glaube, sie hätten es gemocht«, sagte Harfenistin Sylvia Gottstein im Anschluss an ihr Spiel. Mit der Komposition von Bach und dem Kol Nodrei haben sie und ihre Kollegin, die Cellistin Julika Ogawa-Müller, sich bewusst für tiefere, ernstere Stücke entschieden. »Wir kannten und mochten beide. Diese Stücke sollten eine Hommage an das Paar sein.«

Mit der Region verbunden

Die Besucher der Midissage zeigten sich ergriffen von dem Spiel, während sie ihren Blick über die Skulpturen, Zeichnungen und Fotos wandern ließen. »Von hier vorne habe ich Einmaliges erlebt. Es war toll zu sehen, wie Sie die Werke hörend betrachtet haben«, sagte Christoph Ogawa-Müller, Vorsitzender des Vereins Kunstlandschaften, bei der Begrüßung.

Landrat Jürgen Müller stellte das Engeraner Ehepaar in seiner Ansprache als herausragende Künstler im Kreis Herford heraus. »Sie haben hier gelebt und sich mit der Region verbunden gefühlt«, betonte er. Die Künstlerin Hildegard Bergmeier hat die Werke des verstorbenen Paares unter dem Titel »Ein Leben für die Kunst« als Ausstellung zusammengestellt. Es war ihr erstes Projekt als Kuratorin dieser Größenordnung. »Eberhard Hellinge hat mir nicht nur Impulse gegeben und mich in künstlerischer Hinsicht weiter sensibilisiert, sondern auch mein Selbstbewusstsein gestärkt, meinen eigenen künstlerischen Weg weiterzugehen«, sagte sie. Mit Hellinge unterhielt sie nach dem Tod seiner Frau eine Ateliergemeinschaft.

Repräsentative Gegenüberstellung

Der Lichthof mit seiner besonderen Architektur habe ihr die Möglichkeit gegeben, eine kleine, aber dafür um so stärker wirkende Auswahl an Skulpturen der Künstler repräsentativ gegenüberzustellen. In ihrer Rede hob Bergmeier besonders die Vielfältigkeit des Nachlasses hervor. Es könne durch die Ausstellung deshalb nur eine Annäherung an das außergewöhnliche Künstlerpaar erreicht werden. »Aus den Werken ein aussagekräftiges Extrakt zu filtern, ist keine leichte Aufgabe«, betonte auch Christoph Ogawa-Müller: »Beide hatten eine ganz eigene Dynamik.«

Anwesend war auch der Engeraner Bürgermeister Thomas Meyer: »Ich habe mich sehr wohl gefühlt, als ich den Raum betreten habe. Es entsteht direkt ein bleibender Eindruck«, sagte er. Als entfernte Verwandte und gute Bekannte des Paares kam Wilgunde Angenvoort zu der Midissage und erfreute sich an der harmonischen Anordnung der Werke: »Die Aufmachung wird ihnen sehr gut gerecht. Es ist schön, dass ihre Arbeit durch diese Ausstellung gewürdigt wird.« Parallel zur Werkschau des Ehepaares im Innenhof hat Hildegard Bergmeier ihre Kunst im Treppenhaus des Kreishauses ausgestellt. Beide Ausstellung können noch bis zum 7. September zu den Öffnungszeiten des Kreishauses besucht werden.

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