Do., 06.12.2018

Engers Politiker entscheiden sich für günstigere Lösung Sportplatz: Netz statt Ballfangzaun

Ein in etwa 2,50 bis 3 Metern Höhe zwischen den Flutlichtmasten angebrachtes Ballfangnetz reicht aus, um die Verkehrssicherheit auf der Ringstraße zu gewährleisten und kostet nur etwa ein Drittel des zunächst vorgesehenen Zauns. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Ausschuss für Schule, Jugend und Sport mehrheitlich für diese Variante ausgesprochen.

Ein in etwa 2,50 bis 3 Metern Höhe zwischen den Flutlichtmasten angebrachtes Ballfangnetz reicht aus, um die Verkehrssicherheit auf der Ringstraße zu gewährleisten und kostet nur etwa ein Drittel des zunächst vorgesehenen Zauns. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Ausschuss für Schule, Jugend und Sport mehrheitlich für diese Variante ausgesprochen. Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Enger (WB). Ein Ballfangnetz tut es auch: Diesen Beschluss hat der Ausschuss für Schule, Jugend und Sport in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend mit Enthaltung der FDP-Fraktion gefasst.

Bedenken vom SV Enger-Westerenger

Viel und kontrovers ist über die verabschiedete Maßnahme zur Verkehrssicherung im Zuge der Sanierung des Sportplatzes Enger-Mitte diskutiert worden. Ein feststehender Zaun sollte als Ballfang entlang der Ringstraße installiert werden.

Diese Maßnahme war der Stadt von Sachverständigen empfohlen worden. Zur Wahl standen Ballfangzäune in unterschiedlichen Ausführungen und Höhen. Entschieden hatte man sich für die Sicherungsvariante des Diplom-Ingenieurs Reiner Martin aus Haltern am See, die Kosten von circa 50.000 Euro verursacht hätte.

Vertreter des SV Enger-Westerenger hatten schon im Vorfeld Bedenken bezüglich der Zweckmäßigkeit angemeldet und argumentiert, vom massiven Zaun abprallende Bälle könnten Zuschauer verletzen.

Netz kostet nur ein Drittel

Im Nachgang der Entscheidung erweist sich die Installation eines Ballfangnetzes in etwa drei Metern Höhe zwischen den Flutlichtmasten als gangbarer Weg, der der Verkehrssicherung laut Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung & Landschaftsbau (FLL) Genüge täte und mit 15.000 Euro nur etwa ein Drittel der bisher veranschlagten Kosten verursachen würde.

Das Netz könne nach hinten, abgespannt werden und bedeute somit keine Beeinträchtigung der Zuschauer, versicherte Bürgermeister Thomas Meyer. Ein Zaun sei auf der Ecke neben dem Vereinsheim dennoch notwendig.

Das Ballfangnetz in dieser Situation sei keine Standardlösung und deshalb von den beratenden Firmen nicht angeboten worden, so der Verwaltungschef. »Ich halte es für legitim, auch verabschiedete Beschlüsse beim Vorliegen neuer Erkenntnisse abermals zu diskutieren«, so Meyer.

Zur Verkehrssicherung verpflichtet

Klaus-Hermann Bunte von Bündnis 90/Die Grünen begrüßte diese Variante als »Lösung, die sich am Bedarf des Nutzervereins orientiert« und stellte klar, seine Fraktion habe dies von Anfang an propagiert.

Es gelte, achtsam mit den Geldern der Stadt umzugehen und auch Expertenmeinungen mit gesundem Menschenverstand zu hinterfragen.

»Niemand war richtig überzeugt von der Lösung eines Zauns. Aber die Stadt ist rechtlich zur Verkehrssicherung verpflichtet. Wir sind alle Laien auf diesem Gebiet und zwei Sachverständige hatten dazu geraten«, erinnerte Stefan Böske (CDU).

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