Mi., 23.01.2019

Inge Nienhüser informiert Politik und gibt Sachstandsbericht zum Thema Radwegekonzept Gut mit dem Fahrrad von A nach B kommen

Am Kreisel Bünder Straße wird der Radweg für die Nutzer nicht übersichtlich geführt.

Am Kreisel Bünder Straße wird der Radweg für die Nutzer nicht übersichtlich geführt. Foto: Lüttmann

Enger (WB/kop). Vor fast einem Jahr hat der Engeraner Rat beschlossen, ein Radwegekonzept für Enger zu erstellen. Dabei sollte es ausdrücklich nicht um Freizeit-Routen gehen. Am Montagabend brachte Planungsamtsleiterin Inge Nienhüser den Ausschuss für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt auf den neuesten Stand in Sachen »Alltagsradwegekonzept«, wie der Arbeitstitel lautete. Bestandsaufnahme, Leistungsbild und Förderung waren die Schwerpunkte ihres Vortrages.

Beim Alltagsradewegekonzept, so betonte Nienhüser, soll es vor allem darum gehen, die Innenstadt mit den Ortsteilen zu verbinden. Immer mehr Menschen würden auch im Alltag Rad fahren.

»Uns stellt sich nun die Frage: Was müssen wir tun, um das Radwegenetz alltagstauglich zu machen?«, erläuterte die Amtsleiterin. »Wir müssen schauen, wie die Radfahrer von A nach B kommen, wie wichtige Ziele in anderen Kommunen gut zu erreichen sind.«

Sie erwähnte den gern zitierten interkommunalen Gedanken und warf die Frage in den Raum, wo dieser wohl näher liegen könnte, als beim Verkehr? »Wir müssen das Beste für die Distanzüberwindung hinkriegen«, sagte Nienhüser.

Viele Beispiele

Für die Bestandsaufnahme waren Mitarbeiter der Stadt unterwegs gewesen und hatten Fotos gemacht. »Die belegen das Wirrwarr bei unseren Radwegen – manchmal undurchschaubar für die Radfahrer«, meinte die Amtsleiterin und nannte anhand der Fotos Beispiele: An der Westerenger Straße führt der Radweg erst über den Gehweg, dann an der Straße entlang; an der Pievitstraße ist der Radweg baulich in keinem guten Zustand; an der Nordhofstraße gibt es einen kombinierten Geh-/Radweg; an der Bünder Straße darf der Radler auf dem Gehweg und auf der Straße fahren. »Ein Radfahrerschutzstreifen wäre besser«, sagte Nienhüser.

Und weiter: »Am Kreisel Bünder Straße ist die Radfahrerführung abenteuerlich. Hier wird der Radweg nicht übersichtlich geführt.« An der Niedermühlenstraße fährt der Radler derzeit auf dem Gehweg an der Haltestelle vorbei.

Mit der Verlegung des Wartehäuschens an den Straßenrand wird die Möglichkeit geschaffen, den Radweg hinter das Häuschen zu legen. Als ein gutes Beispiel nannte Inge Nienhüser den Radweg an der Hiddenhauser Straße, der gut gepflegt sei.

ADFC ist mit an Bord

Für die weitere Planung hat die Behörde sich Experten ins Boot geholt. »Im September haben wir Kontakt zum ADFC aufgenommen«, teilte Nienhüser mit. Einige der Mitglieder waren in der Sitzung dabei. Auch sie hatten mit Fotos und Berichten zur Bestandsaufnahme beigetragen. Sie wünschen sich zum Beispiel einen besseren Ausbau des Radweges an der Nordhofstraße oder eine Querungshilfe an der Pievitstraße.

Für die weitere Planung soll nun ein Planungsbüro beauftragt werden. Laut Nienhüser soll der ADFC mit einbezogen werden, ebenso wie die Öffentlichkeit. »Uns stellt sich auch die Frage, was wir einfach tun können und was größere Baumaßnahmen erfordert«, sagte Nienhüser und sprach verschiedene Förderprogramme in diesem Zusammenhang an. Sie versicherte aber: »Wir werden uns auch ohne Förderung auf den Weg machen.«

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