Zetis-Hobbyfunker kommunizieren in die weite Welt – König von Jordanien am Ohr gehabt
Hallo!? Wer spricht da?

Enger (WB). Die zehnjährige Emma hat schon bis nach Frankreich gefunkt. Peter Pöpperl vom Verein Zetis sprach via Amateurfunk mit »JY1« – hinter dieser Kennung verbarg sich der inzwischen verstorbene König Hussein I von Jordanien. Aber: Ist Funken im Zeitalter des Internets noch sinnvoll?

Montag, 29.07.2019, 10:03 Uhr aktualisiert: 29.07.2019, 10:10 Uhr
Emma (10) und Tim (9) haben sich an die CB-Funkstation im Vereinsheim in der ehemaligen Heideschule gesetzt und stellen die Frequenz für den Lkw-Funk ein. Dieses Mal haben sie Pech – keiner ist am anderen Ende zu hören. Foto: Kathrin Weege
Emma (10) und Tim (9) haben sich an die CB-Funkstation im Vereinsheim in der ehemaligen Heideschule gesetzt und stellen die Frequenz für den Lkw-Funk ein. Dieses Mal haben sie Pech – keiner ist am anderen Ende zu hören. Foto: Kathrin Weege

»Klar! Man kann mit den außergewöhnlichsten Menschen in Verbindung treten«, meint Manfred Vielhauer, der den Verein Zetis initiiert hat. So hätten auch Prominente wie Friedrich Merz (CDU) oder Alexander Gerst (Geophysiker und Astronaut) eigene Funklizenzen. Hat man mit jemand gefunkt, bekommt man eine Art Bestätigungskarte.

»Da hatte ich dann schwarz auf weiß, dass ich mit dem König von Jordanien in Verbindung stand«, sagt Peter Pöpperl und ein bisschen Stolz schwingt in seiner Stimme mit.

Nachwuchs soll begeistert werden

Der Verein Zetis hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern – genauer für die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Zetis kooperiert auch mit der angrenzenden Grundschule Westerenger.

»Durch das Funken kann man seine persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen verbessern«, ist Vielhauer überzeugt. Der ehemalige Hauptschullehrer weiß, dass man den Kindern den Spaß an Technik nur durch die Arbeit damit vermitteln kann. »Funken eignet sich dafür hervorragend«, sagt er.

Hobbys sind ein gutes Einstiegsthema

Doch was redet man eigentlich mit dem fremden Gegenüber am Funkgerät? »Wir Erwachsenen tauschen uns über unser Hobby – den Amateurfunk – aus. Danach kommen wir meist gut ins Gespräch«, erklärt Klaus Jäger (Zetis).

Die Kinder – einige sind durch eine Schulprojektwoche beim Verein »hängen geblieben« – haben beispielsweise mit Schülern einer Schule in Österreich Funkkontakt aufgenommen, die ein ähnliches Projekt hatten. »Da wurde unter anderem über die Schule gesprochen«, berichtet Jäger. Und was ist das Coolste am Funk? Emma sagt: »Dass man mit Leuten in allen möglichen Ländern sprechen kann!«

Die Funkfreunde treffen sich regelmäßig freitags um 16 Uhr in den Vereinsräumen in der ehemaligen Heideschule. Weitere Infos zu Zetis:

www.zetis-enger.de

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