Do., 22.08.2019

Neue Ausstellung in der Gerberei wird Sonntag eröffnet – 2020 soll Museum umgebaut werden Geschichten von Leder, Fell und Pergament

Günter Richter (von links), Wulfhild und Bernd Koring haben die Informationen und Ausstellungsstücke zusammengetragen.

Günter Richter (von links), Wulfhild und Bernd Koring haben die Informationen und Ausstellungsstücke zusammengetragen. Foto: Bode

Von Christina Bode

Enger (WB). »Das Gerberhandwerk ist eines der ältesten Handwerke der Menschheit«, sagt Günter Richter. Zusammen mit Bernd und Wulfhild Koring hat er die neue Ausstellung konzipiert, die am Sonntag, 25. August, um 11.30 Uhr in der Galerie der Gerberei eröffnet wird.

Die Geschichte des Leders reicht bis in die Steinzeit zurück. Anhand von Dokumenten, Bildern und Materialien aus den verschiedenen Epochen, wollen die Mitglieder des Gerbereimuseums in ihrer neuen Ausstellung »Geschichte(n) von Leder, Fell und Pergament« zeigen, wie sich die Lederherstellung im Laufe der Zeit gewandelt hat.

Ergänzung zur Dauerausstellung

Einige Exponate und Informationen stammen aus der Ausstellung »Jeder kennt Leder«, die vor drei Jahren gezeigt wurde. Sie wurde nun erweitert und soll bis zur Winterpause, die im Dezember beginnt, eine Ergänzung zur Dauerausstellung sein.

Dass dieses Mal kein externer Künstler in der Galerie ausstellt, hat einen Grund. »Wir hoffen, noch in diesem Jahr den Baubeginn der Lohgerberei verkünden zu können«, sagt Vorsitzender Karsten Glied. Die Pläne sind ebenfalls Teil der Ausstellung.

Umbau der Lohgerberei

Schon viele Jahre spielen die Vereinsmitglieder mit dem Gedanken, die alte Lohgerberei zu renovieren. »Wenn alles gut geht, können wir im kommenden Jahr mit dem Umbau beginnen«, sagt Karsten Glied. Derzeit sei man dabei, die Finanzierung zu klären. »Wir sind in guten Gesprächen mit Fördermittelgebern, warten aber noch auf die endgültigen Bewilligungsbescheide«, sagt Glied.

Geplant ist in einem ersten Schritt, die alte Lohgerberei baulich zu sanieren. Dazu müsste das denkmalgeschützte Gebäude komplett zurück- und neu wieder aufgebaut werden. Im zweiten Bauabschnitt soll der museale Ausbau folgen.

Vorsitzender Karsten Glied zeigt die Planungen zum Umbau des Museums, die Teil der neuen Ausstellung sind. Foto: Bode

»Wir wollen den Eingangsbereich neu gestalten und auch einen Pädagogikraum einrichten, damit wir die Galerie nicht mehr multifunktional nutzen müssen«, erklärt Karsten Glied. Ziel sei es, aus einem reinen Handwerksmuseum einen vielschichtigen Erlebnisort zu machen.

Der Umbau würde ins gesamt mehr als eine Million Euro kosten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6864167?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F