So., 25.08.2019

Sommernachtskino: 500 Besucher wollen Roadmovie sehen Mit »25 km/h« zum Besucherrekord

Gut 500 Besucher haben sich am Samstagabend zum Sommernachtskino auf dem Königin-Mathilde-Platz versammelt. Musik lieferte die Formation »Another Train« (Foto links).

Gut 500 Besucher haben sich am Samstagabend zum Sommernachtskino auf dem Königin-Mathilde-Platz versammelt. Musik lieferte die Formation »Another Train« (Foto links). Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Enger (WB). Die Engeraner lieben ihr Sommernachtskino auf dem Königin-Mathilde-Platz. Zum Abschluss der Saison gab es einen neuen Besucherrekord: Gut 500 Menschen wollten am Samstagabend das Roadmovie »25 km/h« sehen.

Viel mehr hätten es auch nicht sein dürfen: Denn nicht nur der Platz, auch die Stühle wurden knapp. Das tat dem Vergnügen jedoch in keiner Weise einen Abbruch, denn das Publikum erschien vielfach sogar mit eigenen Sitzmöbeln.

Die Geschichte des Films erzählt von den Brüdern Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger), die wohl kaum unterschiedlicher im Leben stehen könnten. Christian jettet als Karrieremensch durch die Welt, Georg ist der Daheimgebliebene, der sich aus Pflichtbewusstsein um den kranken Vater kümmert. Das sorgt für Zündstoff.

Mofa-Geschichten im Rahmenprogramm

Was die Geschwister verbindet, sind eine Handvoll verpatzter Gelegenheiten, die sie im Stillen bereuen. Als der Vater stirbt, treffen die ungleichen Brüder wieder aufeinander. In einer Bierlaune setzen sie sich auf ihre alten Mofas und fahren drauflos. Es beginnt eine absurd komische Reise, die über das ursprünglich gesetzte Ziel, am Timmendorfer Strand in die Ostsee zu pinkeln, weit hinausgeht.

Passend zum Film gab es etwas zu Essen und zu Trinken und Rahmenprogramm. Horst Chudzicki – Mitglied beim Stammtisch Barmeierplatz, der das Sommernachtskino organisiert – führte ein Gespräch mit zwei Mofa-Liebhabern. Mit seiner Simson hat der 18-jährige Milan Wessling schon so manchen Ritt bestritten. Große Gaudi: »Ich hab im Winter mal einen Schlitten mit einem Kabel ans Moped gebunden. Damit waren wir dann unterwegs, nicht besonders schnell, aber sehr lustig.«

1,6 Millionen Kilometer hat Bodo Stuke mofafahrend zurückgelegt. Inspiration hatte einst die Mondlandung Neil Armstrongs geliefert. »Damals habe ich beschlossen, mit 2,6 PS die gleiche Strecke zurückzulegen«, erzählt der 76-jährige Kreidler-Fahrer.

Linedancer zeigen Auszug ihres Repertoires

»Eine der schönsten Reisen, die ich zu Führerscheinklasse-5-Zeiten gemacht habe, ging über 6558 Kilometer von Löhne über Kopenhagen und Finnland bis zum Nordkap und zurück«, berichtet Stuke über eine Mammuttour, die er 1968 in nur 14 Tagen bewältigt hat. »Danach konnte ich eine ganze Zeit nur im Stehen essen und auf dem Bauch schlafen«, gestand der Weltenbummler und erntete reichlich Lacher für seine lebhafte Schilderung.

Der Film »25 km/h« biete auch eine Stepptanzeinlage der Protagonisten. Der Engeraner Verein Linedance Friendship Germany hat sich hingegen einem anderen Formationstanz verschrieben. Unter der Leitung von Marica Friedrich gaben die Linedancer einen Auszug ihres Repertoires.

Musik lieferte die Formation »Another Train« um Bernhard Adler, Bernd Beckmann, Wolfgang »Ramme« Ramforth und Eckardt Koch, die in dieser Formation erst seit zehn Wochen besteht. Mit mehrstimmigem Gesang, akustischen Gitarren und Bass lieferte das Quartett würdig interpretierte Coversongs in ganz eigenem Gewand – unter anderem »Englishman in New York« von Sting und »Games people play« von Inner Circle.

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