Di., 27.08.2019

Mit dem 70 Schuss holte er die Krone vom Adler und ist nun Kaiser Bernd Buschmann regiert in Dreyen

Seine kaiserliche Majestät Bernd Buschmann lässt sich hochleben, nachdem er völlig überraschend die Krone vom Adler geschossen hat und in den ersten Minuten gar nicht fassen kann, was da gerade passiert ist. Mit dem 70. Schuss hatte er sich zuvor die Regentschaft gesichert.

Seine kaiserliche Majestät Bernd Buschmann lässt sich hochleben, nachdem er völlig überraschend die Krone vom Adler geschossen hat und in den ersten Minuten gar nicht fassen kann, was da gerade passiert ist. Mit dem 70. Schuss hatte er sich zuvor die Regentschaft gesichert. Foto: Thomas Meyer

Von Thomas Meyer

Enger (WB). Manchmal kommt alles ganz anders, als man denkt - und passt am Ende doch. Da will Bernd Buschmann dem engagierten Königsanwärter Pascal de Raay nur mal eben zeigen, wie’s geht, und schon regiert er selbst das Dreyener Schützenvolk.

Aber diesmal als Kaiser – genau 25 Jahre nach seiner ersten Regentschaft. Und de Raay hofft dann eben aufs nächste Jahr.

Das Königsschießen war ein Krimi im brütend heißen Festzelt, nachdem sich die Schützen beim gemeinsamen Frühstück im Sportlerheim gestärkt hatten. Das Zepter fiel mit dem 9. Schuss durch Jürgen Scheer, der Apfel mit dem 18. Schuss durch Julian Buschmann. Dann folgten viele Schüsse. Pascal de Raay zielte wieder und wieder hochkonzentriert, hatte sich schon im Geiste den Thron zusammengestellt. Und dann kam Bernd Buschmann und der 70. Schuss. Die Krone fiel. Großer Jubel, doch Buschmann konnte es zunächst nicht fassen. Dann aber schon, und prompt nahm sich der 59-Jährige seine Frau Elke zur Kaiserin, die vor genau zehn Jahren selbst die Krone getroffen hatte.

Am Sonntag hatten der Spielmannszug Enger und das Blasorchester Humfeld den Festzug durchs Dorf begleitet. Auf dem Festplatz traten die Schützen zusammen mit den Gastvereinen aus Enger, Westerenger und Lenzinghausen an.

Major Gerhard Knemeyer würdigte Klaus und Renate Föste für ihr 50. Thronjubiläum sowie Bernd Buschmann, der da noch nichts von seiner neuerlichen Regentschaft ahnte, fürs 25. Thronjubiläum. Ans Publikum gerichtet sprach Oberst Klaus Föste auch nachdenkliche Worte. Es tue gut, jedes Jahr aufs Neue zu erleben, was echte Freundschaften bewegen können. Wichtig sei, dass die Schützen auch in der Zukunft zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen.

»Wir haben unser 60-jähriges Bestehen mit großem Einsatz gefeiert und gleichzeitig gesagt, dass es danach Änderungen geben muss. Die ersten Schritte sieht man am Festablauf und am Festplatz. Es werden sicher noch weitere folgen«, sagte Föste und meinte vor allem ein strafferes Programm, das zugänglicher für Gäste ist. »Wir werden weiterhin das Schützenbrauchtum und die Dorfgemeinschaft pflegen und zur Tradition stehen. Schlagwörter wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind uns nicht fremd – wer arbeitet nachhaltiger als Vereine? Das Schützenwesen gibt es seit mehr als tausend Jahren und es wird uns auch in Zukunft geben. In welcher Form auch immer«.

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