Sa., 09.11.2019

Daniela Dembert tritt Nachfolge von Christoph Ogawa-Müller an Führungswechsel im Verkehrsverein

Christoph Ogawa-Müller und seine Frau Kumiko auf der Bühne. Sie bestimmten lange das Geschehen im Kultur- und Verkehrsverein Enger. Nun wurde der Vorsitzende abgewählt. Seine Frau legte daraufhin ihr Amt als Leiterin des Arbeitskreises Kirschblütenfest nieder.

Christoph Ogawa-Müller und seine Frau Kumiko auf der Bühne. Sie bestimmten lange das Geschehen im Kultur- und Verkehrsverein Enger. Nun wurde der Vorsitzende abgewählt. Seine Frau legte daraufhin ihr Amt als Leiterin des Arbeitskreises Kirschblütenfest nieder. Foto: Gerd Hülsegge

Enger (WB/rkl). In einer turbulenten Sitzung hat der Kultur- und Verkehrsverein Enger (KuV) am Mittwoch Daniela Dembert (40) zur neuen Vorsitzenden gewählt. Christoph Ogawa-Müller (69), seit 1980 Vorsitzender, wurde mit knapper Mehrheit abgewählt. Seine Frau, Kumiko Ogawa-Müller, die seit 16 Jahren den Arbeitskreis Kirschblütenfest leitet, trat daraufhin von ihrem Amt zurück.

Sowohl Ogawa-Müller als auch Daniela Dembert wurden zur Wahl vorgeschlagen. Da Dembert jedoch nicht gegen den langjährigen Vorsitzenden kandidieren wollte, wurde zunächst nur darüber abgestimmt, ob er weitermachen sollte. Dagegen sprachen sich die Mitglieder mit 28 zu 27 Stimmen aus. Dembert erklärte sich daraufhin bereit, in die Breche zu springen.

»Kampagne über Monate«

Im Vorfeld hatte es seit längerem Querelen im Verein gegeben. Christoph Ogawa-Müller schreibt in seiner Stellungnahme von einer »Kampagne der Rufschädigung gegen ihn und seine Frau«, die von einer kleinen Gruppe von Mitgliedern über viele Monate hinweg geführt worden sei. Nur durch diese Taktik sei eine erfolgreiche Verhinderung der Wahl seiner Person nach so vielen Jahren möglich gewesen.

»Die Kampagne wurde insbesondere durch ein Mitglied betrieben, das vor vielfacher ›schwerer Rufschädigung‹ und ›Nötigung‹ nicht zurückschreckte – so die Stellungnahme des Notar des KuV und weiterer Juristen«, erklärt Ogawa-Müller. Ihm und seiner Frau sei Veruntreuung insoweit vorgeworfen worden, als dass er ein Vereinsmitglied finanziell bevorzugt haben soll. Ziel solcher destruktiven Aussagen seien neben Vereinsmitgliedern auch zahlreiche Außenstehende gewesen.

»Rufschädigung«

Im Laufe der Zeit habe sich ein weiterer Personenkreis von den Vorwürfen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beeindrucken lassen. »Das langwierige, allen Konsensbemühungen unzugängliche Betreiben der Rufschädigung gegenüber meiner Frau und mir betrachte ich als äußerst skandalös«, schreibt der ehemaligen Musikschulleiter. »Die Identifizierung mit Enger als Heimat wurde bei allen Familienmitgliedern durch dieses Vorgehen tief erschüttert.«

Mit seiner Nachfolgerin Daniela Dembert, die seit drei Jahren im Arbeitskreis Kirschblütenfest mitwirkt und seit einem Jahr stellvertretende Vorsitzende ist, möchte er als Leiter der Kunstlandschaften gerne weiter zusammenarbeiten. Die freie Journalistin erklärte dazu: »Ich habe kandidiert, weil ich hoffe, als relativ Unbeteiligte an den vorangegangenen Streitigkeiten die Parteien wieder zusammenbringen zu können.« Sie bedauere die Art und Weise, auf die Christoph Ogawa-Müller nach Jahrzehnten des Engagements seinen Posten verlassen musste.

Der Vorstand

Zum Stellvertreter von Daniela Dembert wurde ein weiterer Neuling gewählt: Burkhard Wehmeyer ist schon länger im Arbeitskreis Kirschblütenfest aktiv, aber erst seit Kurzem Vereinsmitglied. Stefanie Boss legte ihr Amt als Schriftführerin nieder. Ihren Posten übernahm Klaudia Engelage. Kassierer ist weiterhin Stephan Landwehr.

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