Mi., 04.12.2019

Betron entwickelt Steuerung für Landmaschinen – Firma erweitert an der Dieselstraße in Enger Joystick erleichtert Bauern die Arbeit

Heinz-Hermann Welscher, technischer Geschäftsführer bei Betron, zeigt den Joystick CCI A3, mit dem moderne Landmaschinen ausgestattet werden können. Landwirte können ihre Maschinen bequem über ein Touchpad bedienen.

Heinz-Hermann Welscher, technischer Geschäftsführer bei Betron, zeigt den Joystick CCI A3, mit dem moderne Landmaschinen ausgestattet werden können. Landwirte können ihre Maschinen bequem über ein Touchpad bedienen. Foto: Christina Bode

Von Christina Bode

Enger (WB). Viele moderne Landmaschinen werden vermutlich schon bald mit Technik aus Enger fahren. Auf der Agritechnica hat die Firma Betron Mitte November ihre Neuheit vorgestellt: ein Steuerungsgerät, das Befehle über einen Touchscreen ausführt.

Landwirte müssen bei den meisten Landmaschinen noch viele mechanische Hebel bedienen, um die Funktionen zu steuern. Eine Zusatzsteuerung soll es den Nutzern nun leichter machen. „Der CCI A3 ist sozusagen ein Joystick, über den die Funktionen einfach per Fingerdruck an die Maschine weitergegeben werden können“, sagt Heinz-Hermann Welscher, technischer Geschäftsführer der Firma Betron.

Erleichterung für Lohnunternehmer

Dieser Joystick, der auch über eine bequeme Handablage sowie akustische und haptische Signale verfügt, soll vor allem Lohnunternehmern die Arbeit erleichtern. „Die müssen sich immer wieder auf neue Maschinen mit anderen Funktionen einstellen. Die Bilder auf dem Touchscreen machen die Bedienung einfacher“, erklärt Welscher.

Zwar seien große Landmaschinen schon mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgestattet, dennoch wird diese Technik noch mit einem Hebel mit verschiedenen Funktionstasten bedient.

Gemeinschaftliche Idee

Zusammen mit dem CCI, einem Verein, der von fünf großen Landmaschinenherstellern gegründet wurde, hat Betron diese gemeinschaftliche Idee umgesetzt, die die Vorteile von Joystick und Touchscreen vereint. Die Engeraner Firma entwickelt schon lange Technik für Landmaschinen.

Der Joystick besitzt einen genormten Stecker, der in die Maschinen der verschiedenen Hersteller passt. Der Joystick ist so am Sitz angebracht, dass er gleichzeitig als Einstiegshilfe genutzt werden kann. Das Gehäuse hat die Firma Betron in Kooperation mit einem Designer ergonomisch gestaltet.

In der ersten Serie hat Betron 250 Stück produziert. Ab Januar wird dann in Serie produziert. „Ich sehe einen Bedarf, der zwischen 1000 und 5000 Stück pro Jahr liegen dürfte“, sagt Welscher. Schließlich sei der CCI A3 auf der Agritechnica als „heimlicher Innovationsbringer“ gehandelt worden.

Welscher sieht Einsatzmöglichkeiten auch weit über Landmaschinen hinaus – zum Beispiel in Baumaschinen.

Erweiterung geplant

Der Standort von Betron Control Systems am Großen Teil ist zu klein geworden. Schon länger plant die Firma zu erweitern. An der Dieselstraße haben die Geschäftsführer nun das perfekte Grundstück gefunden. Direkt neben der zugehörigen Firma Betron Electronic Systems ist noch eine Gewerbefläche frei.

Zunächst will die „Bestückung“ Betron Electronic Systems an diesem Standort erweitern. „Der Bauantrag ist durch, im März soll es hier losgehen“, informiert Heinz-Hermann Welscher. Betron Control Systems will später mit dem Hauptstandort nachziehen. Was und wann hier gebaut wird, ist noch unklar. Beide Firmen zusammen beschäftigen knapp 100 Mitarbeiter. „Wir suchen noch Personal im Entwicklungsbereich für Hard- und Software“, sagt Welscher.

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