Mi., 15.01.2020

Volksbank-Stiftung übergibt Gerät an Deutsches Rotes Kreuz Erster öffentlicher Defi hängt in Enger

Hängen gemeinsam den ersten öffentlichen Defibrillator am DRK-Haus an der Mathildenstraße auf (von links): DRK-Vorsitzender Gerd Althoff, Andreas Kelch (Volksbank-Stiftung), Bürgermeister Thomas Meyer, Rotkreuzleiter Yannic Winter, Carsten Holtgrefe (Struck) sowie die DRK-Mitglieder Hendrik Wörmann, Florian Krauß und Daniel Laks.

Hängen gemeinsam den ersten öffentlichen Defibrillator am DRK-Haus an der Mathildenstraße auf (von links): DRK-Vorsitzender Gerd Althoff, Andreas Kelch (Volksbank-Stiftung), Bürgermeister Thomas Meyer, Rotkreuzleiter Yannic Winter, Carsten Holtgrefe (Struck) sowie die DRK-Mitglieder Hendrik Wörmann, Florian Krauß und Daniel Laks. Foto: Christina Bode

Von Christina Bode

Enger  (WB). Nur wenige Minuten sind es, die im Falle eines Kammerflimmerns über das weitere Leben des Patienten entscheiden. „Eine frühe Defibrillation kann Leben retten“, sagt Rotkreuzleiter Yannic Winter. Am Gebäude des DRK an der Mathildenstraße hängt seit Dienstag der erste öffentliche Defibrillator im Kreis Herford.

Unter dem Motto „Herzsicher in der Region“ unterstützt die Volksbankstiftung seit 2012 die Anschaffung von Defibrillatoren für öffentliche Gebäude. „111 Geräte hängen mittlerweile in Schulen, Rathäusern, Banken und vielen Sporthallen im Kreis Herford und Bad Oeynhausen“, berichtet Andreas Kelch von der Stiftung der Volksbank.

Vollautomatisches Gerät

In Enger wurde nun der erste Defibrillator im Außenbereich installiert. „Je dichter das Netz ist, desto besser und schneller kann im Notfall geholfen werden. Auf diesen öffentlichen Defibrillator können Menschen zu jeder Zeit schnell zugreifen, wenn in der Innenstadt, aber auch im nahegelegenen privaten Bereich etwas passiert“, sagt Carsten Holtgrefe, Vertriebsleiter bei Struck Medizintechnik in Enger.

Holtgrefe nimmt gleich die Angst vor dem Gebrauch: „Man kann nichts verkehrt machen“, sagt er. Das vollautomatische Gerät führe durch die Anwendung und entscheide selber, ob ein Schock ausgelöst werden müsse oder nicht.

Leben gerettet

„Je schneller mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und je eher ein Defibrillator zum Einsatz kommt, desto höher ist die Chance, dass der Patient wieder ansprechbar wird“, sagt Holtgrefe und erinnert sich an einen Fall vor wenigen Monaten in Herford. Dort brach eine junge Frau beim Sport zusammen. „Durch den Defibrillator konnte ihr Leben gerettet werden“, sagt Holtgrefe. Andreas Kelch fügt hinzu, dass das Gerät binnen einer Stunde wieder einsatzbereit gewesen sei und die aufgezeichneten Daten an die Kardiologie weitergeleitet werden konnten.

Im Rahmen der Erste-Hilfe-Ausbildungen erklären die Mitglieder des Roten Kreuzes auch den Umgang mit dem Defibrillator. Ebenso solle das Thema bald in den Lehrplan aller achten und neunten Klassen aufgenommen werden, erklärt Holtgrefe, denn: „Man muss sich im Notfall einfach nur trauen zu handeln!“

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