So., 09.02.2020

Another Train spielt in Enger Exklusivkonzert in der alten „Penne“ Pop, Blues und Folksounds

Energetisches Gitarrenspiel und kraftvoller, harmonischer Männergesang: Wolfgang „Ramme“ Ramforth (von links), Bernhard Adler, Bernd Beckmann und Eckardt Koch begeistern als Another Train die Besucher des ausverkauften Konzerts in der „Penne“ an der Bielefelder Straße.

Energetisches Gitarrenspiel und kraftvoller, harmonischer Männergesang: Wolfgang „Ramme“ Ramforth (von links), Bernhard Adler, Bernd Beckmann und Eckardt Koch begeistern als Another Train die Besucher des ausverkauften Konzerts in der „Penne“ an der Bielefelder Straße. Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Enger (WB). Es ist schon etwas Besonderes gewesen, da sind sich Besucher, Veranstalter und Band einig. Das Konzert von Another Train am Samstagabend in der alten Schänke in der Bielefelder Straße war nicht nur ein echtes Schmankerl für Liebhaber handgemachter Musik, sondern auch ein Seelenbalsam für all jene, die der urigen Kneipe im Herzen der Stadt, auch als „Penne“ bekannt, nachtrauern.

Kein Wunder, dass die 30 Eintrittskarten für das Konzert schon am Mittag des ersten Vorverkaufstags komplett ausverkauft waren.

Geplaudert und musiziert

Dafür, dass aus dem Abend kein melancholisches Nachhängen alter Erinnerungen wurde, sorgte das Quartett Wolfgang „Ramme“ Ramforth (Bass), Bernd Beckmann (Gitarre, Gesang), Bernhard Adler (Gitarre, Mandoline, Mundharmonika und Gesang) und Eckardt Koch (Gitarre, Mandoline, Gesang).

Unbefangen wurde da geplaudert mit den Bandkollegen, mit dem Publikum – man kennt sich hier halt. Und wenn nicht, ist’s auch nicht schlimm.

Ein Exklusivkonzert

Ob mit Bob Marleys „One Love“, dem gern gecoverten Song „Games people play“ aus der Feder von Joe South oder „Na Neh Nah“ von Vaya con Dios, die vier Herren wussten zu überraschen und zu unterhalten. Auch die 30 Gäste des Exklusivkonzertes zierten sich nicht lange, wenn Beckmann ankündigte: “Es ist mal wieder an der Zeit, gemeinsam zu singen” und stimmten ein – zumindest bei den textlich überschaubaren Refrains.

Was eingefleischte Fans von ihnen erwarten, lieferten die vier Musiker per se. Ein bisschen Blue­grass zum Fußwippen und Kopfnicken, ein paar wohlgewählte Popsongs unter anderem von Bruce Springsteen und The Police, eine Prise Blues für den glasigen Blick in die Ferne, einige Folksongs für das heimelige Gefühl und Evergreens zum Mitsingen. Die Mischung passte und man kann den Vieren einfach nichts anderes nachsagen, als dass sie jeden Song zu ihrem eigenen machen.

Energetisches Gitarrenspiel und kraftvoller, harmonischer Männergesang ist das Metier von Another Train. Das kam in der winzigen Kneipe gleichermaßen authentisch wie bezaubernd.

Schon während des Aufbaus hatte Eckardt Koch mehrfach bekundet, sich so richtig auf das Konzert zu freuen. Ein bisschen Klassentreffen war das wohl, ist der Engeraner früher doch regelmäßig nach Bandproben in der „Penne“ eingekehrt.

Öfter Revival feiern

Auch Bernd Dammeyer hat der Abend gefallen. „Eigentlich sollte man hier jeden Monat ein Revival feiern“, meinte der Besitzer der Räumlichkeiten, der an diesem Abend viel Lob für seinen respektvollen und sensiblen Umgang mit der markanten und geschichtsträchtigen Immobilie erhielt. „Ein sehr gelungener Abend. Ich würde mich freuen, wenn es gelegentlich zu Wiederholungen käme“, meint Regina Schlüter-Ruff, die die „Penne“ noch aus der Zeit vor der Renovierung kennt.

Nicht zuletzt der veranstaltende Verein Enger Impulsiv kann sich eine weitere Veranstaltung in der Penne gut vorstellen. „Das darf sich nicht abnutzen, sondern muss etwas Besonderes bleiben“, meinte Vorsitzender Wigbert Pieper.

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