Marica Friedrich für „Crystal Boot Award“ nominiert
Der „Oscar“ im Line Dance

Enger (WB). Aus dem kleinen beschaulichen Enger nach Blackpool in England zum „Crystal Boot Award“: Marica Friedrich, lizenzierte Trainerin im Line Dance vom Engeraner Verein Line Dance Friendship, hat Anfang Februar an der Verleihung des „Oscar“ im Line Dance teilgenommen.

Dienstag, 18.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 11:12 Uhr
Eine kleine Tanzeinlage durfte auch beim „Crystal Boot Award“ in Blackpool nicht fehlen. Marica Friedrich ist in der Mitte des Bildes zu sehen. Foto:
Eine kleine Tanzeinlage durfte auch beim „Crystal Boot Award“ in Blackpool nicht fehlen. Marica Friedrich ist in der Mitte des Bildes zu sehen.

Marica Friedrich war als eine unter den zehn besten Line Dance Choreografen aus Deutschland nominiert. Sie habe es auch noch nicht richtig realisieren können, so viele Eindrücke, die sie bei dieser riesigen Veranstaltung gewonnen habe, müsste sie erst einmal verarbeiten, sagt Friedrich.

Line Dance ist Lebensinhalt

Was vor 14 Jahren als Hobby begonnen hatte, wird von ihr jetzt als Lebensinhalt betrieben. Damals habe sie sich einen Sport gesucht, den sie trotz lädierter Knie ausüben konnte, berichtet Friedrich. Seitdem habe sie viel Zeit und Herzblut investiert – viele Wochenenden gelernt, um die Lizenz zu erlangen.

Marica Friedrich.

Marica Friedrich. Foto: Bleckmann

Auslöser für die Nominierung sei übrigens das Kirschblütenfest 2019 gewesen, wo sie bei Enger „on line“ getanzt und mit den Besuchern eine Choreografie einstudiert hat, die sie dann beim „German Dance Cup“ eingereicht hat. Damit hat sie den ersten Platz in der Kategorie „Beginner“ belegt.

Das war ihre erste größere Auszeichnung – kurze Zeit später hat Marica Friedrich bei den Deutschen Meisterschaften in Meiningen teilgenommen, wo sie die Bronze-Medaille bekommen hat – unter anderem mit der Engeraner Kirschblüten-Choreografie.

Großer Zusammenhalt unter Tänzern

„Mary Bee“ wie sie unter den Line Dancern genannt wird, ist jetzt schon wieder dabei, für das kommende Kirschblütenfest eine Choreografie zusammen zu stellen. „Das Schöne am Line Dance ist, dass man keine großen Voraussetzungen mitbringen muss, außer in verschiedene Richtungen gehen zu können“, sagt sie. Man tanze zwar für sich alleine, aber sei in der Gruppe und könne sich an den anderen Tänzern orientieren.

Beeindruckend sei aber auch der Zusammenhalt der Line Dancer untereinander, die Choreografen und Trainer seien weltweit miteinander verbunden. „Sie tauschen sich aus, erarbeiten auch mal gemeinschaftlich eine Choreografie“, erzählt die Engeranerin. In Blackpool hätte man sich dann auch mal treffen können, und nicht nur über Messenger kommuniziert. „Wir sind wie eine große Familie und Line Dance ist eine Welt für sich“, so Marica Friedrich.

Besucher des kommenden Kirschblütenfests dürfen gespannt sein, denn dieses Mal wird der Verein sogar auf zwei Bühnen vertreten sein, um zu zeigen, wie facettenreich Line Dance ist.

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