Mi., 19.02.2020

Engeraner Kostümbildner nimmt an Rateshow „Sag die Wahrheit“ teil Hinter welcher Maske steckt Horst Raack?

Auf dem Laptop zeigt Horst Raack eine Szene aus der Sendung „Sag die Wahrheit“, in der er als Kostümbildner neben zwei weiteren vermeintlichen Horst Raacks zu Gast war.

Auf dem Laptop zeigt Horst Raack eine Szene aus der Sendung „Sag die Wahrheit“, in der er als Kostümbildner neben zwei weiteren vermeintlichen Horst Raacks zu Gast war. Foto: Daniela Dembert

Von Daniela Dembert

Enger (WB). Drei Herren – allesamt in fantasievolle und detailverliebte Kostüme gehüllt – sitzen in einer Reihe und behaupten von sich: „Ich bin Horst Raack und ich schneidere Karnevalskostüme“. Am Montag vergangener Woche flimmerte eine Ausgabe der beliebten Rateshow „Sag die Wahrheit“ des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) mit Engeraner Beteiligung über den Bildschirm.

Das Konzept der Sendung ist simpel wie unterhaltsam: Drei Menschen stellen sich als ein und dieselbe Person vor, zwei davon schwindeln. Wer in diesem Fall tatsächlich der Hobbykostümschneider aus der Widukindstadt ist, der bereits mehrfach beim venezianischen Karneval für seine fantasievollen Kreationen prämiert wurde, musste das Rateteam durch geschicktes Fragen herausfinden.

Gesichter bleiben verborgen

Die Gesichter der drei Kandidaten bekamen die Ratepromis Kim Fischer, Pierre M. Krause, Smudo und Ursula Cantieni nicht zu sehen, sie waren hinter der zum jeweiligen Kostüm gehörenden Maske verborgen, die übrigens alle aus der Engeraner Manufaktur Raacks stammen.

Neben eher allgemeinen Fragen der Konkurrenz hatte Fanta 4-Rapper Smudo sich einige Detailfragen überlegt, um die Kandidaten aus der Reserve zu locken. Aus dem Konzept bringen ließ sich von der schnellen Fragerunde keiner der Kandidaten. So fiel die Wahl für die Ratenden am Ende auch tatsächlich schwer und nur einer lag richtig.

Studio-Dreh war Premiere

Wie der Sender aus dem Süddeutschen nun ausgerechnet auf ihn gekommen ist, weiß Horst Raack nicht. „Vor einem Jahr war ein Kamerateam der deutschen Welle bei uns und hat einen Beitrag gedreht. Eventuell war das der Anlass für den SWR, uns zu kontaktieren“, meint der 48-Jährige. Vor der Kamera stand Raack nicht zum ersten Mal, allerdings war der Dreh in dem Baden-Badener Studio eine Premiere.

„Es hat sehr eingehende Vorgespräche zum Ablauf der Show gegeben, beispielsweise darüber, in welche Kamera wir schauen sollten, wie die Haltung sein muss, damit wir gut ausgeleuchtet sind und keinen Schatten vom Hut im Gesicht haben und so weiter“, erzählt der gelernte Goldschmied. Zugute gekommen sei ihm in dieser Situation, die natürlich aufregend gewesen sei, die Erfahrung aus dem Schaulaufen beim venezianischen Karneval.

Auch sei das Produktionsteam sehr nett und die Stimmung beinahe familiär gewesen. „Die haben uns das Lampenfieber etwas genommen.“

Witzig: einer der Flunkerer hatte am Drehtag Geburtstag. „Der kann mit Fug und Recht behaupten, einen sehr besonderen Geburtstag verbracht zu haben.“

Ausstellung in der Werburg

Wer die Sendung sehen möchte, kann sie noch bis zum 10. März in der ARD-Mediathek abrufen. All jene, die die Werke des Engeraner Kostümkünstlers lieber live anschauen möchten, können sich auf eine Ausstellung mit etwa 35 von Horst Raacks Werken im Rokokostil freuen, die Mitte Mai in der Spenger Werburg eröffnet wird.

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