Fr., 21.02.2020

Anmeldephase für weiterführende Schulen in Enger und Spenge beendet Realschule knapp Spitzenreiter

Die Anmeldephase an den drei weiterführenden Schulen in Enger und Spenge ist abgeschlossen. Das Widukind-Gymnasium, die Realschule Enger und die Regenbogen-Gesamtschule sind mit ihren Ergebnissen zufrieden.

Die Anmeldephase an den drei weiterführenden Schulen in Enger und Spenge ist abgeschlossen. Das Widukind-Gymnasium, die Realschule Enger und die Regenbogen-Gesamtschule sind mit ihren Ergebnissen zufrieden. Foto: Gerhard Hülsegge

Von Kathrin Weege

Enger/Spenge (WB). Ganz knapp hat die Realschule in Enger bei den Anmeldezahlen für die fünfte Klasse die Nase vorne. Als am Freitagmittag der Hammer fiel, konnte Beatrix Diel, stellvertretende Schulleiterin, 141 Zusagen verbuchen.

Realschule Enger

„Wir sind sehr zufrieden. Im vergangenen Jahr lagen wir mit 145 Kindern ganz ähnlich.“ Es werde wohl wieder in die Fünfzügigkeit gehen – am Ende entschieden dies aber Bezirksregierung und Schulträger. Die meisten der zukünftigen Fünftklässler kommen aus Enger und Spenge. Es gebe aber auch immer Anmeldungen aus der Umgebung. „Komplett haben wir die Herkunft der neuen Schüler heute aber noch nicht analysiert“, sagt Diel.

Widukind-Gymnasium

Mit 136 neuen Schülern in der fünften Klasse ist auch der Leiter des Widukind-Gymnasiums, Dr. Ulrich Henselmeyer, sehr zufrieden. „Das sind 20 mehr als im Vorjahr. Wir planen fünf Züge bei einer Klassenstärke von etwa 27 bis 28 Kindern“, erklärt er Freitagnachmittag. Seit zehn Jahren hätte es nicht mehr so viele Anmeldungen gegeben. Das Gymnasium – aktuell hat es 910 Schüler – sei stetig gewachsen. Bereits im laufenden Schuljahr konnte Henselmeyer fünf Züge installieren. Die Gründe für die vielen Zusagen an seiner Schule sieht er unter anderem im überarbeiteten Ganztag. „Wir haben eine höhere Flexibilität, Eltern können mehr auswählen.“ Zudem profitiere das Gymnasium von der Rückkehr zu G9 – dem Abitur nach neun statt acht Jahren. Für die Oberstufe gab es 19 Anmeldungen. Sie wird dann mit 141 Jugendlichen starten.

Regenbogen-Gesamtschule Spenge

„Wir werden mindestens vierzügig ins nächste Schuljahr gehen“, meint Hartmut Duffert, Leiter der Regenbogen-Gesamtschule Spenge. Es seien tolle Zahlen, die er Freitagmittag verbuchen konnte. Gab es für das aktuelle Jahr nur 85 Anmeldungen, sind es für 2020/2021 stolze 117. „Es scheint ein leistungsstarker Jahrgang zu werden, denn viele der Mädchen und Jungen haben eine Empfehlung für Realschule oder Gymnasium von ihrer Grundschule erhalten“, berichtet Duffert.

Die Gründe für den Anstieg der Zahlen sieht er in der noch engeren Kooperation mit den Grundschulen, außerdem hätten Schulträger und Politik in mehr Öffentlichkeitsarbeit für die Schulen investiert. „Wir profitieren darüber hinaus von zufriedenen Eltern unserer Schüler. Viele Eltern gaben an, Mund-zu-Mund-Propaganda habe sie veranlasst, sich für die Regenbogen-Gesamtschule zu entscheiden“, so Duffert.

67 der künftigen Fünftklässler kommen aus Enger und Spenge, 40 aus dem Bielefelder Norden – hinzu kommen einige weitere aus der Umgebung. Für die Oberstufe gab es 80 Anmeldungen – 40 aus den eigenen Reihen der Schule und 40 weitere aus Enger, Spenge und Bielefeld.

Kommentar

Alle drei weiterführenden Schulen in Enger und Spenge können zulegen, sind sehr zufrieden mit ihren Anmeldezahlen. Mit diesen guten Werten sichern sie ihre Zukunft weiter ab. Doch wie kann es sein, dass am Ende alle drei Gewinner sind? Ein Grund sind sicher die etwas stärkeren Geburtenjahrgänge. Aber im Laufe der vergangenen Jahre sind auch zwei Schulen im Bereich der beiden Städte weggefallen. Die Hauptschule in Enger ist bereits ausgelaufen, die Realschule in Spenge wird es bald. Wer sein Kind in der Nähe beschulen lassen möchte, für den bleiben nun drei Bildungseinrichtungen: Gymnasium, Real- und Gesamtschule. Und sie alle haben eifrig an ihren Profilen weitergeschraubt. Besonders die Gesamtschule in Spenge ist auch attraktiv für Schüler außerhalb von Enger und Spenge. Allein aus dem Bielefelder Norden gibt es beispielsweise 40 Anmeldungen.

 

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