Sa., 22.02.2020

SPD äußert sich zu Umbauplänen fürs Gartenhallenbad: Priorität auf Eltern-Kind-Bereich und Ruhezone legen „Gastronomie und Volleyballfeld nicht rentabel“

Nach Ansicht der SPD sollte das Hallenbad um einen Eltern-Kind-Bereich und eine Ruhezone erweitert werden.

Nach Ansicht der SPD sollte das Hallenbad um einen Eltern-Kind-Bereich und eine Ruhezone erweitert werden. Foto: Christina Bode

Enger (WB). Bürgermeister Thomas Meyer möchte das Gartenhallenbad für Familien attraktiver gestalten. In einer Stellungnahme äußert sich jetzt auch die SPD zu seinen Plänen.

„Die SPD Enger begrüßt den aktuellen Vorschlag von Bürgermeister Thomas Meyer zur Entwicklung des Gartenhallenbades“, schreibt Ortsvereinsvorsitzende Sarah Karczewski. Die Vorschläge des Bürgermeisters, die er mit seinen Mitarbeitern in den Wirtschaftsbetrieben (unter anderem Betriebsleiter Thomas Holz) entwickelt hat, seien vernünftig und zielführend. „Dies ist ein weiterer Schritt zu einem noch familienfreundlicheren Enger“, schreibt die Ortsvereinsvorsitzende.

Technik in die Jahre gekommen

Die Technik sei in die Jahre gekommen und schon bei der ersten Erneuerungsplanung Anfang der 2000er Jahre seien eine Vielzahl von möglichen baulichen Erweiterungen diskutiert worden. „Alles muss sich jedoch in ein machbares Kosten-/Nutzungsverhältnis einfügen. Viele Dinge sind in den vergangenen Jahren zur Attraktivitätssteigerung im Bad von den Wirtschaftsbetrieben angegangen worden. Das Bad steht gut da und braucht, wie man an den aktuellen Besucherzahlen sehen kann, den Vergleich mit Nachbarbädern nicht zu scheuen. Die Realität im Betrieb und das Nutzungsverhalten unserer Besucher hat jedoch gezeigt, dass zum Beispiel eine ganzjährige Gastronomie bei den jetzigen und zu erwartenden Besucherzahlen wirtschaftlich nicht zu betreiben ist. Auch das über mehrere Jahre angebotene Beachvolleyballfeld ist nicht genutzt worden. Hier stehen frei zugängliche Alternativen, auch in unmittelbarer Nähe, zur Verfügung. Nur mit sachkundigen Fachplanern kann für unser Bad ein gutes Ergebnis erzielt werden. Schnellschüsse sind unbedingt zu vermeiden“, schreibt Karczewski.

Investition in einen Eltern-Kind-Bereich

„Wir können uns sehr gut vorstellen, dass insbesondere die Investition in den Anbau und in einen Eltern-Kind-Bereich mit einer zusätzlichen Nichtschwimmerwasserfläche und in weitere Ruhezonen, die die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen, sinnvoll sind. Damit wird die Familienfreundlichkeit weiter erhöht“, teilt die Vorsitzende mit.

„Wir erinnern uns noch gut 15 bis 20 Jahre zurück, wo auch von der CDU Enger der Erhalt, der Betrieb oder geschweige denn eine Erweiterung unseres Gartenhallenbades massiv bekämpft worden ist und die CDU in Fundamentalopposition zum Gartenhallenbad gegangen ist. Wir freuen uns, dass die politischen Gegner von damals heute zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zur Entwicklung Hallenbades bereit sind. Augenmaß und Realitätsnähe sind bei den anstehenden Entscheidungen für Investitionen und Verbesserung gefragt. Investition in Bürgerinfrastruktur ist gut angelegtes Geld“, sagt Sarah Karczewski.

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