Fr., 28.02.2020

Ausschuss berät über morgendliches Verkehrschaos an der Grundschule-Mitte Schnelle Lösung gesucht

Eine Idee der Ausschussmitglieder war es, die Poststraße wieder Richtung Bahnhofstraße (links) zu öffnen.

Eine Idee der Ausschussmitglieder war es, die Poststraße wieder Richtung Bahnhofstraße (links) zu öffnen. Foto: Ruth Matthes

Enger (WB/rkl). Dass die Verkehrssituation gerade in den Morgenstunden rund um die Grundschule Enger ausgesprochen chaotisch und für die Kinder auch gefährlich ist, darin waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Soziales am Donnerstagabend einig. Weniger jedoch darin, wie sich die Situation entschärfen lasse.

Die CDU hatte die Diskussion mit drei konkreten Vorschlägen angeregt. Fraktionsvorsitzender Stefan Böske plädierte dafür, dass die Einfahrt in die Poststraße für Pkw in der Zeit von 7 bis 8 Uhr gesperrt sein solle – Lehrer und Anwohner ausgenommen. Zudem sollten auf der Windfeldstraße Fahrbahnabtrennungen wie Poller den Gehweg sichern. Auch die Lage der Querungshilfe an der Ringstraße sei zu überdenken.

Vorschlag Sperrung

Für eine Verlegung der Querungshilfe auf die andere Straßenseite sprach sich Schulleiterin Eva Dorothee Steuer aus. „Bei der jetzigen Situation sind die Kinder für Autofahrer nicht zu sehen“, erklärte sie. Weniger hielt sie von dem Vorschlag, die Poststraße zu sperren. Sie bezweifelte, dass sich die Eltern von einem Verbotsschild beeindrucken ließen.

Ähnlich sah es Guido Libuda-Franke (SPD). Es frage sich, wo die Eltern dann parkten. Er schlug vor, die Sackgasse Richtung Bahnhofstraße wieder zu öffnen und zur Einbahnstraße zu erklären. Dann müssten die Eltern nicht mehr wenden und der Verkehr fließe wieder.

Eltern sensibilisieren

Böske hielt eine 365-Tage-Lösung für ein Problem, das nur wochentags ein oder zwei Stunden auftrete, für unpassend. Maik Babenhauserheide (Grüne) befürchtete, dass dann alle gleichzeitig auf die Bahnhofsstraße wollten. Der nächste Stau entstehe. Er schlug vor, das Thema im Zusammenhang mit dem Radwegekonzept zu besprechen. Das war den anderen Parteien nun wieder zu langfristig. „Es muss schnell etwas geschehen“, betonte Böske.

Bürgermeister Thomas Meyer sagte, das Hauptproblem seien die Eltern, die ihre Kinder sicher zur Schule bringen wollten, damit aber erst das Risiko verursachten. Daher müssten zunächst sie sensibilisiert werden. Die Stadt biete ihnen Eltern-Taxi-Haltestellen am Rathaus und Aldi an.

Das Parken einschränken

Wie Steuer erklärte, informiere die Schule die Eltern bereits bei der Einschulung. Beim Walking Bus fehle es an Eltern, die die Kinder zu Fuß begleiteten. Nun wolle die Schule am Verkehrs-Zähmer-Projekt der Polizei teilnehmen.

Henning Singerhoff (CDU) betonte, wenn die Eltern nicht wollten, müsse man sie zwingen – sei es mit Verboten oder der Einschränkung der Parkmöglichkeiten entlang der Windfeldstraße. Hier müsse leider die Bauphase auf den anliegenden Grundstücken abgewartet werden.

Auftrag an Verwaltung

Bis dahin einigte man sich darauf, die Verwaltung zu beauftragen, bis zur Maisitzung in Absprache mit Straßenverkehrsamt und Polizei Möglichkeiten auszuloten, die Verkehrssicherheit der Kinder zu verbessern.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7301318?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F