Regine Krull will Ausstellung umgestalten – Personal aufgestockt
Immer wieder Neues im Widukind-Museum

Enger (WB). Stillstand ist Rückschritt: Ganz nach diesem Motto arbeitet Regine Krull, Leiterin des Widukind-Museums. Immer wieder aktualisiert sie die Ausstellung über den Sachsenherzog Widukind und seine Nachfahrin Königin Mathilde. In diesem Jahr sollen gleich zwei Räume des Museums neu gestaltet werden.

Mittwoch, 04.03.2020, 04:30 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 05:01 Uhr
Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse über Königin Mathilde. Diese sollen bald in einem extra Raum präsentiert werden. Dazu will Museumsleiterin Regine Krull Wände und Ausstellung umgestalten. Wandtexte sollen künftig auch für ausländische Besucher auf Englisch dargestellt werden. Foto: Bode
Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse über Königin Mathilde. Diese sollen bald in einem extra Raum präsentiert werden. Dazu will Museumsleiterin Regine Krull Wände und Ausstellung umgestalten. Wandtexte sollen künftig auch für ausländische Besucher auf Englisch dargestellt werden. Foto: Bode

Davon, dass die Ausstellung keineswegs langweilig ist, zeugen auch die Besucherzahlen, die mit 4323 nahezu konstant blieben. Dem Haupt-, Finanz- und Kulturausschuss hat sie am Montagabend die aktuellen Zahlen und einen Ausblick auf das laufende Jahr präsentiert.

Inhaltliche Überarbeitung

In dem soll sich einiges ändern im Museum. Schon im vergangenen Jahr gab es ein kleines technisches Update: „Wir haben die Veranstaltungstechnik im Dachgeschoss erneuert und einige Computer in der Ausstellung gegen Mediaplayer ausgetauscht“, berichtete Krull. In diesem Jahr soll dann die Ausstellung inhaltlich überarbeitet werden.

„Im Laufe der Zeit wurde immer mehr über Mathilde erforscht“, erzählte Regine Krull. Um diese neuen Erkenntnisse präsentieren zu können, will sie zwei Räume neu aufteilen. In dem Raum hinter dem Grabungsfeld soll die Geschichte des Stiftes und die der Königin Mathilde erzählt werden. Hier möchte sie auch einen Film zeigen, der bereits vor zwei Jahren produziert wurde und bislang nur im Internet zu sehen ist. Der nächste Raum erzählt dann künftig die Geschichte des Stiftsschatzes.

Die Grabinszenierung soll technisch und inhaltlich neu ausgestaltet werden. „Statt einer Bildershow wollen wir auch hier einen Film zeigen“, sagte Krull. Außerdem will sie die Geschichte des Ferrari-Pferdes, das vom Widukind-Wappen abstammt, integrieren.

Wandtexte zweisprachig

„Wir haben oft ausländische Gruppen zu Besuch. Den Audioguide gibt es bereits in einer englischen Version, aber auch die Wandtexte müssen zweisprachig präsentiert werden“, sagte Regine Krull. Außerdem sei eine neue Homepage in Planung. „Vermutlich reicht das Jahr 2020 für alle unsere Vorhaben gar nicht aus. Wir werden sie aber angehen“, sagte sie.

Mehr Personal

Zu Beginn diesen Jahres wurde das Museum personell aufgestockt. Cosima Welscher unterstützt Regine Krull zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Servicekraft im Museum nun auch konzeptionell bei der Organisation von Veranstaltungen sowie bei generellen Abläufen im Museum. Regine Bürk-Griese führt die Zeitzeugen-Interviews mit Engeranern fort. Diese Interviews werden als Hördokument aufgenommen und verschriftlicht.

Programm

Lesungen, Vorträge, Führungen und das Curzweyl-Cabinett gehören auch in diesem Jahr wieder zum festen Bestandteil des Museumsprogramms, ebenso wie die Nachtschicht für Familien und Kinderführungen zum Internationalen Museumstag. Die Werkarbeitsgemeinschaft feiert ihr 75-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung im November. Im Dezember findet wieder der Advent im Museum statt. Ein Höhepunkt soll das Museumsfest sein, dass unter dem Motto „Helden“ erstmals an zwei Tagen stattfindet.

Besucherzahl bleibt konstant

4323 Besucher kamen 2019 ins Widukind-Museum. Im Vergleich zum Vorjahr sei diese Zahl nahezu gleich geblieben, sagte Regine Krull. Es kamen 43 Gruppen mit insgesamt 784 Besuchern. Zurückgegangen ist die Zahl der Schulklassen. 2019 kamen sechs Klassen ins Widukind-Museum (2018 waren es 16). Dafür ist die Zahl der Kindergeburtstage um 20 auf 58 Geburtstage mit 637 Kindern gestiegen.

1145 Besucher kamen zu den Veranstaltungen, die Zahl der Einzelbesucher ist mit 1616 im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben. Alle Veranstaltungen seien gut besucht gewesen, die Zahl der Abos ausgeschöpft.

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