Event-Caterer Yannik Nuffer aus Enger ist in Sorge um sein Unternehmen
„Es kommen keine Aufträge mehr“

Enger (WB). Event-Caterer Yannik Nuffer trifft die Corona-Krise als Unternehmer der Veranstaltungsbranche sehr hart. Während zunächst viele Messen mit internationaler Beteiligung als Präventivmaßnahme abgesagt worden waren, lässt der Gesetzgeber Veranstaltern jetzt keine Wahl mehr.

Dienstag, 17.03.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 08:46 Uhr
Yannik Nuffer, hier an seinem Lager, sorgt sich um die Zukunft des Catering-Unternehmens. Archivfoto: Daniela Dembert Foto:
Yannik Nuffer, hier an seinem Lager, sorgt sich um die Zukunft des Catering-Unternehmens. Archivfoto: Daniela Dembert

„Anfang Februar hatten wir unseren Tag der offenen Tür. Da war noch alles gut. Die Auftragsbücher füllten sich mit Hochzeiten, Schützenfesten, runden Geburtstagen und Firmenevents. Jetzt gibt es nicht mal mehr einen Auftrag für Beerdigungskaffeetrinken“, erzählt der 28-Jährige.

Mitarbeiter in Kurzarbeit

Ab Ende April sei normalerweise Vollgas angesagt, jetzt komme kein einziger Auftrag mehr herein. Ab April schickt Nuffer seine vier Mitarbeiter in die Kurzarbeit. „Unser neuer Koch wird direkt von der Neuanstellung in Kurzarbeit gehen“, sagt er.Drei bis vier Monate, schätzt der Unternehmer, könne er den Betrieb mit allen gezogenen Registern aufrecht erhalten. Die Versammlungs- und Veranstaltungsverbote kommen für seine Branche einem Berufsverbot gleich. „Wer öffentliche Einrichtungen beliefert, ist da noch etwas besser gestellt, der Rest hat Pech.“

Die Branche werde nach der Corona-Krise definitiv eine andere sein. Zwar habe die Bundesregierung Kredite in unbegrenzter Höhe ausgerufen, aber die seien keine Heilung. Diese zurückzuzahlen, erfordere nach der Krise schließlich mehr Einnahmen als zuvor.

Sich Geld vom Bund zu leihen käme für ihn nur in Frage, um sich einen zusätzlichen Geschäftszweig aufzubauen, mit dem später das Darlehen zurückgezahlt werden könne. Daher stehe jetzt die Beschäftigung seiner Mitarbeiter absolut im Vordergrund. „Wir haben drei Lieferwagen zur Verfügung und sind bereit anzupacken“, sagt Yannik Nuffer.

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