Do., 26.03.2020

Degrassi Feinkost: nach gutem Einstand Rückgang wegen Corona-Virus Eiscafé Degrassi darf wieder öffnen

Sonja und Fiore Degrassi öffnen am heutigen Donnerstag wieder ihren Eisladen am Barmeierplatz. Die Gäste müssen Abstand halten.

Sonja und Fiore Degrassi öffnen am heutigen Donnerstag wieder ihren Eisladen am Barmeierplatz. Die Gäste müssen Abstand halten. Foto: Ruth Matthes

Enger (WB/rkl). „Gerade war das Ordnungsamt da und hatte eine gute Nachricht für uns“, erzählt Fiore Degrassi. Morgen, also am heutigen Donnerstag, dürfe er wieder sein Eiscafé am Barmeierplatz öffnen. Angesichts der Corona-Krise aber nur unter gewissen Auflagen. Eis gibt es nur zum Mitnehmen.

„Wir müssen alle Stühle vor dem Café entfernen und dafür sorgen, dass hier im Abstand von 50 Metern keine Sitzmöglichkeit mehr ist“, erklärt Degrassi. Sonst bestehe die Gefahr, dass sich die Engeraner wie sonst üblich auf dem Platz niederlassen, es zu Menschenansammlungen kommt und sich das Virus verbreiten kann. Zudem müssen die Kunden einzeln eintreten, und zwar durch den Seiteneingang, und durch den Haupteingang hinausgehen. In der Schlange sind zwei Meter Abstand einzuhalten.

Verwandtschaft gesund

„Sicherheitsmaßnahmen hat man in diesen Zeiten nie genug“, sagt der gebürtige Italiener, dessen Verwandte bisher von der tückischen Krankheit verschont geblieben seien. „Wir kommen aus dem Friaul, nahe der slowenischen Grenze. Dort gibt es glücklicherweise nur an die 350 Fälle“, erzählt Sohn Daniel Degrassi.

Fiore Degrassi und seine Frau Sonja haben von dem Virus in Italien selbst nichts mitbekommen. „Wir haben unseren Laden hier schon Mitte Februar aufgemacht“, sagt der Seniorchef. Am 19. März musste er schließen. Nun darf Degrassi nach einer Pause zumindest wieder Eis in Waffel und Becher verkaufen. „Das ist immerhin schon ein Anfang“, konstatiert er.

Keine Gastronomie mehr

Auch seine Kinder Daniel und Vivian Degrassi, die zwei Häuser weiter vor sieben Wochen ein Feinkostgeschäft mit mediterranen Spezialitäten eröffnet haben, kämpfen mit den Folgen der Pandemie. „Der erste Monat lief sehr gut, doch in der letzten Zeit haben wir Probleme“, sagt Daniel Degrassi. „Wir dürfen immer noch Lebensmittel anbieten, doch den gastronomische Bereich, der gut angenommen wurde, mussten wir leider schließen.“ Auf die Lieferungen aus dem Süden habe die Krise bisher keinen negativen Einfluss. Die Geschwister hoffen nun auf bessere Zeiten. Sie haben ihre Öffnungszeiten vorerst begrenzt: Sie öffnen montags bis samstags von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr.

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