Förderprogramm Moderne Sportstätte 2022 ermöglicht Sanierungsarbeiten in Enger
Finanzspritze für sechs Vereine

Enger (WB). Sechs Projekte heimischer Vereine möchte der Stadtsportverband über das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ unterstützen. Am Dienstag, 26. Mai, beschäftigt sich der Ausschuss für Schule, Jugend und Sport der Stadt Enger mit den geplanten Investitionen und Zuschüssen in Höhe von 40.000 Euro, mit denen die Stadt die Sanierungsmaßnahmen zusätzlich unterstützen will.

Sonntag, 24.05.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 24.05.2020, 14:20 Uhr
Der Golfclub Ravensberger Land möchte unter anderem zehn seiner Abschlagplätze erneuern. Foto: Daniela Dembert
Der Golfclub Ravensberger Land möchte unter anderem zehn seiner Abschlagplätze erneuern. Foto: Daniela Dembert

Insgesamt gehen 300.000 Euro aus dem Programm an Vereine aus Enger. Die Mittel werden direkt den Vereinen und nicht den Kommunen zur Verfügung gestellt. Die angemeldeten Maßnahmen erfasst der jeweilige Stadtsportverband in Absprache mit der Kommune in einer Prioritätenliste. Die abschließende Förderentscheidung trifft die Staatskanzlei. Anschließend müssen die Vereine detaillierte Förderanträge im Portal des Landessportbundes einstellen. Von dort werden die Unterlagen an die NRW-Bank weitergeleitet, die dann die Fördermittel auszahlt.

Der Stadtsportverband hat im Herbst 2019 die Vereine informiert. Anschließend haben Vereine und Stadtsportverband einvernehmlich eine Maßnahmenliste erstellt und die Fördermittel zugeteilt.

Geförderte Maßnahmen

Der Reiterverein Wittekind 02 möchte das asbesthaltige Hallen- und Stalldach inklusive der Stahlkonstruktion sanieren. Die Dächer sollen durch unschädliche Sandwichplatten ersetzt und die Stahlkonstruktion aufgearbeitet und gegen Rost geschützt werden. Die Innen- und Außenwände des Stalles sollen gestrichen werden. Von der Gesamtkosten in Höhe von 99.024 Euro bringt der Verein 5000 Euro, das Land 89.109 Euro und die Stadt 4913 Euro auf.

Der Golfclub Ravensberger Land will für 99.700 Euro zehn Abschlagflächen, zwei Grüns, zwei Spielbahnen und 15 Bunker sanieren. Das Land trägt 55.832 Euro, der Verein 29.700 Euro und der Kreis 14.168 Euro.

Der Schützenverein Oldinghausen will das Vereinsheim sanieren, insbesondere die Sanitäranlagen, und einen barrierefreien Zuweg schaffen. Zudem ist die Installation von sechs digitalen Schießständen geplant. Von den Gesamtkosten von 41.000 Euro zahlt der Verein 12.300 Euro, das Land 22.550 Euro und der Kreis 6.150 Euro.

Auch der Schützenverein Nordengerland will sich um die Sanierung des Vereinsheims und der Schießstände kümmern, insbesondere um die Sanitäranlagen und die Elektroanlage, und LED-Beleuchtung installieren. Von den Gesamtkosten von 87.000 Euro sollen 9.900 Euro vom Verein, 49.590 Euro vom Land, 13.050 Euro vom Land und 14.460 Euro von der Stadt kommen.

Die energetische Erneuerung des Vereinsheims plant die Schützengesellschaft Enger. Dachflächen und Fassade, einschließlich Fenster und Haupteingangstür sollen saniert werden. Gesamtkosten: 76.700 Euro, Eigenmittel und Spenden: 15.500, Land: 43.719, Kreis: 11.505 und Stadt: 5.976.

Der TVC Enger möchte im Vereinsheim eine neue Heizungsanlage einbauen und die Außenanlage samt Zuwegung, Zaun und Platzbewässerung der Tennisplätze sanieren. Gesamtkosten: 70.000 Euro, Eigenmittel: 10.000 Euro, Land: 39.200 Euro, Kreis: 10.500 Euro, Stadt: 10.300 Euro.

Bürgermeister Thomas Meyer schlägt vor, dass die Stadt jene Kosten übernimmt, die weder von Verein, Land noch Kreis gedeckten sind, „um den Vereinen eine uneingeschränkte Inanspruchnahme beziehungsweise Verwendung der Fördermittel in Höhe von 300.000 Euro zu ermöglichen“. Diese belaufen sich auf rund 40.000 Euro oder acht Prozent der Gesamtkosten. Aus diesem Grund schlägt er vor, 2021 einen Haushaltsansatz in Höhe von 40.000 Euro für entsprechende Vereinszuschüsse auszuweisen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7421569?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514624%2F
Ein Ende und ein Anfang
Rheda-Wiedenbrück: Eine Luftaufnahme der Tönnies Holding. Foto: Guido Kirchner/dpa
Nachrichten-Ticker