Sperrung der Niedermühlenstraße in Enger – Zuleitung zum Retentionsbodenfilter
Letzter Kraftakt steht bevor

Enger (WB). Die riesigen Erdhügel sind verschwunden, nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ist das Retentionsbodenfilterbecken an der Niedermühlenstraße schon etwas begrünt und fügt sich in die Umgebung ein. Bevor es aber im Herbst vollständig in Betrieb genommen werden kann, müssen Anwohner noch einmal erhebliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen.

Sonntag, 05.07.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 05.07.2020, 15:10 Uhr
Mittlerweile ist das Schilf im Retentionsbodenfilterbecken angewachsen und das Bauwerk fügt sich langsam in die Umgebung ein. Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Filterbecken beginnen zu arbeiten. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Foto: Merkur Flug GmbH, Bad Salzuflen
Mittlerweile ist das Schilf im Retentionsbodenfilterbecken angewachsen und das Bauwerk fügt sich langsam in die Umgebung ein. Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Filterbecken beginnen zu arbeiten. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Foto: Merkur Flug GmbH, Bad Salzuflen

Damit das Filterbecken auch mit Wasser versorgt werden kann, muss die Zuleitung zu den Regenüberlaufbecken auf der anderen Straßenseite geschaffen werden. Und diese wird quer unter der Niedermühlenstraße her gelegt. „Dazu müssen wir die Straße vier bis sechs Wochen sperren“, sagt Thomas Holz, Leiter der Wirtschaftsbetriebe Enger (WBSE).

Beeinträchtigungen für Anwohner

Er wisse um die Beeinträchtigungen, mit denen die Anwohner während der Bauzeit im letzten Jahr zu tun hatten. „Ich kann verstehen, dass viele verärgert sind, weil sie ständig mit Baulärm und Staub belästigt werden und Schwerlasttransporter die riesigen Fertigteile oftmals zu ungünstigen Zeiten abladen mussten“, sagt er. Ausdrücklich möchte er sich für die Geduld der Anlieger bedanken und um Verständnis bitten.

Herausforderung für Baufirmen

„Diese gigantische Baustelle stellt uns und auch die ausführenden Firmen vor große Herausforderungen“, sagt Holz und erläutert die Ausmaße.

Nachdem das 4300 Quadratmeter große Filterbecken fertiggestellt wurde , geht es nun an die 200 Meter lange Zuleitung. In dem ersten großen Bauwerk, das am Donnerstag vor einer Woche eingesetzt wurde, wird die Rechenanlage untergebracht. „Das 56 Tonnen schwere Fertigteil hat der Autokran gerade so geschafft“, sagt Fred Beckmann, bei den WBSE zuständig für die Abwasserbeseitigung. Von dort aus wird nun der Kanal zu den Regenüberlaufbecken verlegt.

Arbeiten parallel zu vorhandenem Netz

Aber hier ist weitaus mehr zu tun, als nur ein paar einfache Rohre zu verlegen. „Da wir nicht genügend Platz haben, verbauen wir Rechteckprofile“, erklärt Beckmann. 200 dieser 75 Zentimeter hohen, 1,50 Meter breiten und zwei Meter langen Teile müssen schräg unter der Niedermühlenstraße – parallel zum vorhandenen Kanalnetz und unter den bestehenden Versorgungsleitungen – verlegt werden. „Dabei können sie nicht einfach aneinandergesteckt werden. Damit sie richtig dicht sind, müssen sie ineinandergepresst werden“, erklärt Fred Beckmann.

Sperrung ab Ende Juli

Ende Juli soll die Straßensperrung beginnen. „Wir müssen mit einigen Unwägbarkeiten rechnen, weshalb wir die Zeit der Sperrung nicht genau eingrenzen können“, sagt Thomas Holz.

Gerne hätte er die Unannehmlichkeiten für die Anwohner vermieden, „aber es geht nicht anders“, sagt er. Schließlich müsse man die Arbeiten auch so takten, dass die Kosten, zum Beispiel für Kranmieten und Geräte, möglichst gering blieben.

Wenn der letzte Kraftakt geschafft ist, müssten nur noch Restarbeiten wie Zäune und Rasensaat erledigt werden.

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