Ulla Stukenbröker hat 35 Meter Stoff und etliche Rollen Garn verbraucht
300 Masken für die Feuerwehr genäht

Enger (WB). Sie sind dunkelblau, haben einen Reflektorstreifen und „die Kameraden identifizieren sich wirklich damit“, versichert Michael Rogowski, Leiter der Engeraner Feuerwehr. Die Rede ist von dem Mund-Nasen-Schutz, den knapp 150 Mitglieder der Engeraner Wehr in doppelter Ausführung bekommen haben. Genäht hat die 300 Masken Ulla Stukenbröker aus Pödinghausen, „und das in Rekordzeit“, wie Rogowski betont.

Freitag, 10.07.2020, 18:00 Uhr
Ulla Stukenbröker hat mit Unterstützung ihrer Tochter Claudia und Ehemann Dennis Kaiser (hinten) 300 Schutzmasken im Feuerwehrdesign genäht. Dafür gab es ein dickes Dankeschön von Bürgermeister Thomas Meyer und dem Leiter der Feuerwehr Michael Rogowski (rechts). Foto: Daniel Dembert
Ulla Stukenbröker hat mit Unterstützung ihrer Tochter Claudia und Ehemann Dennis Kaiser (hinten) 300 Schutzmasken im Feuerwehrdesign genäht. Dafür gab es ein dickes Dankeschön von Bürgermeister Thomas Meyer und dem Leiter der Feuerwehr Michael Rogowski (rechts). Foto: Daniel Dembert

Auch vor der Bestellung der Feuerwehr hatte Stukenbröker schon Familie und Nachbarn mit waschbaren Masken aus der Eigenproduktion versorgt. Weil Tochter Claudia Kaiser und Ehemann Dennis Mitglieder der Löschgruppe Oldinghausen-Pödinghausen sind, kam bald die Frage auf, ob Stukenbröker nicht auch für die Kameraden Masken nähen könnte. Ein einheitliches Dekor mit Feuerwehrautos wurde als kleiner Gag gewählt.

Vorarbeiten delegiert

Als die Einheit ausgestattet war, ließ die Anfrage von Wehrführer Rogowski nicht lange auf sich warten. „Ich war auf der Suche nach waschbaren Masken, habe aber meist keine richtigen Angebote bekommen und falls doch, waren sie unglaublich teuer“, erzählt der Feuerwehrchef.

Als sie gefragt wurde, ob sie 300 Masken nähen könne, habe sie zunächst gezögert und einen Schubser von Tochter und Schwiegersohn gebraucht, erzählt die Hobby-Näherin. Diese seien dann auch prompt ins Geschehen eingebunden worden: „Die ganzen Vorarbeiten wie Zuschnitt und Bügeln habe ich delegiert.“ Dann habe es ihr richtig Spaß gemacht zu sehen, wie der Masken-Stapel wuchs. Schon nach einer Woche sei die Sache erledigt gewesen.

Ehrenamtlich engagiert

„Wir haben 35 Meter Stoff und etliche Spulen Garn verbraucht“, erzählt Stukenbröker, die für ihren Einsatz keine Entlohnung annehmen wollte. „Ich stehe voll und ganz hinter dem Engagement der Freiwilligen Feuerwehr. Die Kameraden investieren unheimlich viel private Zeit in die Sicherheit der Allgemeinheit.“

Beeindruckt zeigt sich auch Bürgermeister Thomas Meyer. „Es ist wirklich etwas Besonderes, wenn der Dank an die Feuerwehr mit solch einem Engagement verbunden ist”, findet das Stadtoberhaupt und überreicht Ulla Stukenbröker einen Blumenstrauß. Vom Wehrführer gab es neben Dankesworten einen Restaurantgutschein. Rogowski ist sicher: „Die Masken werden jetzt vermehrt getragen, denn wir haben die Dienstabende in eingeschränkter Form wieder aufgenommen.“

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