Auftakt nach der Corona-Pause: „Another Train“ spielt auf dem Hof Grabbe in Dreyen
Gartenkonzert mit Picknick

Enger (WB). Irgendwo zwischen Rosensträuchern, Phloxstauden und blühendem Oregano verteilt sitzt das Publikum auf Gartenstühlen, genießt den Duft des Grüns und die Musik von „Another Train“. Die Musiker haben am Samstag ein Gartenkonzert auf Hof Grabbe gegeben.

Montag, 27.07.2020, 04:30 Uhr aktualisiert: 27.07.2020, 05:00 Uhr
Die Musiker Bernd Beckmann (von links), Bernhard Adler, Eckardt Koch und Wolfgang Ramforth stehen beim Gartenkonzert auf Hof Grabbe mitten im Grünen. Foto: Daniela Dembert
Die Musiker Bernd Beckmann (von links), Bernhard Adler, Eckardt Koch und Wolfgang Ramforth stehen beim Gartenkonzert auf Hof Grabbe mitten im Grünen. Foto: Daniela Dembert

Eigentlich war dieses Konzert für Anfang April auf der Deele des Hauses angesetzt gewesen, musste aber wegen Corona ausfallen. Nun haben Wera Kiesewalter und Holger Grabbe kurzerhand ihren Garten in Dreyen zum Veranstaltungsort gemacht und die ursprüngliche Besucherzahl auf zwei Abende verteilt.

Picknick statt Buffet

Coronabedingt musste das sonst so opulente, von den Gästen zusammengetragene Buffett der reinen Eigenversorgung mit mitgebrachten Picknickpaketen weichen. Die Getränke wurden ausschließlich von den Gastgebern ausgeschenkt. Ansonsten war alles wie immer: Wera Kiesewalter und Holger Grabbe sind herzlich und humorvoll und bewiesen auch während eines sich anbahnenden Schauers ihre Gastgeberqualitäten, als sie kurzerhand allerlei Kopfbedeckungen aus dem eigenen Fundus an ihre Gäste verteilten. Der Nieselregen war zum Glück nur von kurzer Dauer. „Another Train“ haben mit Bandmitglied Pastor Eckardt Koch eben „einen direkten Draht nach oben“.

Abwechslungsreiche Mischung

Musikalisch traten Bernd Beckmann, Bernhard Adler, Wolfgang „Ramme“ Ramforth und Eckardt Koch mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Bluegrass, Blues, Folk und Pop an und überzeugten einmal mehr mit mehrstimmigem Harmoniegesang sowie so manchem populären Stück wie Nickelbacks „Someday“ und „Nah neh nah“ der Gruppe Vaya con dios, dem die Musiker ein eigenes Arrangement verpassten.

In den vergangenen Monaten hatten die vier Herren keine Gelegenheit, gemeinsam zu proben, da kann man schon mal in Melancholie verfallen. Den Titel „When I’m dead and gone“ von McGuiness Flint kommentierte Bernhard Adler trocken mit: „Auf solche Ideen kommt man in der Corona-Zeit.“ Bandkollege Beckmann stichelt gern. „Ramme ist nicht so der Sänger“, witzelte er. Deshalb habe man Stings „Englishman in New York“ ins Set aufgenommen. „Möge er auf seinem Bass brillieren“, forderte der Sänger vom Mann an den vier Saiten. Das ließ sich der sonst so in sich ruhende Ramme nicht zweimal sagen und gab Gas.

Kultur im kleinen Rahmen

Seit vielen Jahren öffnen Grabbe und Kiesewalter ihr Haus, um Kultur im kleinen, fast intimen Rahmen erlebbar zu machen und Künstlern eine Plattform zu geben. Was als nachbarschaftliches Event begann, zog Kreise. „Die Nachbarn haben dann wieder Bekannte, die sie gern einmal mitnehmen und die wiederum haben auch Bekannte“, erzählt der Gastgeber. „Es hat immer einen Reiz, neue Leute kennenzulernen und alte Bekannte wieder zu treffen.“

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