Imkerverein eröffnet Lehrbienenstand Mitte August – Schulungen und Lernausflüge
Wo fleißige Bienchen summen

Enger (WB). Kabelkanäle werden verkleidet, Vorhänge aufgehängt und die Dunstabzugshaube der Küchenzeile montiert. Die letzten Arbeiten am Lehrbienenstand im Gebäude der ehemaligen Heideschule an der Westerengeraner Straße laufen auf Hochtouren.

Mittwoch, 29.07.2020, 05:35 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 05:40 Uhr
Imker Norbert Aschoff steht in dem verwilderten Außengelände des Lehrbienenstandes. Ein blühender Blutweiderich ist schon jetzt eifrig von Bienen frequentiert. Fotos: Dembert

Die Stadt Enger stellt die Räumlichkeiten und sorgt für deren Unterhalt, der Kreis Herford hat mit 30.000 Euro gefördert, Eigenmittel des Vereins und unzählige Arbeitsstunden sind bisher in das Projekt geflossen.

Mitte August Eröffnung

Mitte August soll das fertig eingerichtete Lehrzimmer dem Imkerverein Spenge-Enger übergeben werden – leider nicht in einem so großen Rahmen wie es sich der Vereinsvorsitzende Norbert Aschoff für das Projekt, das im Kreis Herford Alleinstellungsstatus genießt, gewünscht hätte. Schuld daran ist die Pandemie.

Trotzdem sollen in dem Raum bald Schulungen für Imker und Lernausflüge für Schulklassen des gesamten Kreises möglich sein.

Pädagogen erklären Kindern das Imkern

Der Imkerverein sieht sich bestens gewappnet. „Wir haben mehrere Pädagogen in unseren Reihen, die den Kindern die Welt der Bienen und das Imkern sehr gut erklären können“, sagt Aschoff. Neben dem Lehrraum, der mit Tischen, Stühlen und einem riesigen Bildschirm wie ein Klassenzimmer eingerichtet und für die Verarbeitung des Bienenhonigs mit einer Küchenzeile ausgestattet ist, gehört auch ein 165 Quadratmeter messendes Außengelände mit Teichbecken zum Lehrbienenstand. Hier möchte der Verein ein „Wildbienen-El Dorado“ anlegen. „Viele Wildbienenarten leben nur von einer einzigen Pflanze“, sagt Aschoff. D

as verwilderte Gelände bietet schon einige für Bienen und Schmetterlinge attraktive Pflanzen, soll aber systematisch überarbeitet werden. „Wir wollen verschiedene mehrjährige Stauden setzen und den Wildbienen durch Totholzhaufen, Steinmauern, Sandhügel und Lehmklötze mit Bohrungen Unterschlupfe und Nisthilfen bieten“, erklärt der Vorsitzende das weitere Vorhaben. Damit könne der Natur ein Dienst erwiesen und gleichzeitig eine zusätzliche Lehrkomponente geschaffen werden.

Hoffen auf Fördermittel

Für die Finanzierung des Außengeländes hat der Verein sich bei der Projektförderung „Meine Stimme für ihr Projekt“ der Sparkasse Herford beworben und hofft auf großen Zuspruch der Kunden, die über die Förderungen entscheiden.

Um einige historische Exponate konnte Norbert Aschoff den Fundus erst kürzlich noch erweitern. Eine mit Handkurbel betriebene Honigschleuder und zwei alte Strohbienenkörbe gehören jetzt zu den Schauobjekten. „Der eine der Körbe ist mit einem Gemisch aus Kuhdunk und Lehm eingestrichen. Damit hat man sie früher wetterfest gemacht“, weiß der Hobbyimker zu berichten.

An hölzernen Traversen im Innern des Korbs haben die Bienen ihre Waben selbst gebaut. Diese seien dann von den Imkern komplett herausgenommen und ausgepresst worden. „Das war natürlich mit viel Verlust verbunden“, zeigt Aschoff den Unterschied zur heutigen Imkerei auf. Allerdings sei es auch nur peripher um den Honig und vielmehr um das Wachs zur Kerzenherstellung gegangen. Weitere alte Schätzchen nimmt der Verein gern entgegen. „Die können noch sinnvoll eingesetzt werden“, meint Aschoff.

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