Feuer an der Baustelle – Maiwiese bleibt etwa eine Woche länger gesperrt
Schaden nach Brandstiftung

Enger (WB). Nach einer Brandstiftung an einer Baustelle müssen Teile der Maiwiese für gut eine Woche länger gesperrt bleiben. Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Kreis Herford-West erneuert im Park seit einigen Wochen eine Wassertransportleitung inklusive der Bachunterquerung des Bolldammbachs. Das Material zur Einbindung dieses neuen Leitungsabschnittes wurde am Mittwochabend gegen 18.25 Uhr mutwillig beschädigt. Der WBV hat die rund 1800 Euro teure Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht, die Polizei ermittelt. Auswirkungen auf die Wasserversorgung hat die Brandstiftung nicht.

Freitag, 18.09.2020, 14:28 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 14:30 Uhr
Unbekannte hatten an der Baustelle in der Maiwiese zunächst die Plastikfolie eines Verbindungsstückes in Brand gesetzt. Sie schmolz, anschließend geriet durch die Hitzeentwicklung auch das vorgefertigte Bauteil in Brand.

„Eigentlich sollten in dieser Woche die Einbindearbeiten erfolgen und die Baustelle wäre damit abgeschlossen gewesen. Aber durch den gelegten Brand ist dies nicht mehr möglich“, sagt Karsten Klußmann, Technischer Leiter des WBV. Im Anschluss wären auch die nach dem Rohrbruch im Mai installierten provisorischen Wasserleitungen wieder abgebaut worden. Klußmann rechnet damit, dass sich die Bauarbeiten nun um gut eine Woche verzögern werden. Neue Bauteile sind bereits bestellt und können voraussichtlich Ende kommender Woche eingebaut werden. So lange müssen auch Teile des angrenzenden Fuß- und Radwegs gesperrt bleiben. Der WBV bittet um Verständnis.

1800 Euro Schaden

Unbekannte hatten sich am Mittwoch Zutritt zur Baustelle verschafft, wo noch einzelne Bauteile für die Abschlussarbeiten an der Transportleitung gelagert waren. Sie setzten die Plastikfolie eines Verbindungsstückes in Brand. Zunächst schmolz die Folie, anschließend geriet durch die Hitzeentwicklung auch das vorgefertigte Bauteil in Brand. Karsten Klußmann erklärt: „Wir setzen bei der Modernisierung unseres Wassernetzes seit einigen Jahren auf Polyethylen-Rohre. Diese werden zum großen Teil aus Erdöl hergestellt, und daher entsteht bei so einem Brand schnell eine starke Rauchentwicklung, die die betroffenen Bauteile für uns unbrauchbar macht.“ Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Enger konnte den Brand zwar schnell löschen, der Rohrbogen wurde jedoch komplett zerstört. Der WBV schätzt den Sachschaden auf rund 1.800 Euro.

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