Familie Scholz aus Pödinghausen gewinnt bundesweiten Wettbewerb
Die Breede summt

Enger (WB). Ein Garten für alle – im Hortus Megabombus der Familie Scholz in Pödinghausen fühlen sich Mensch und Tier wohl, ganz besonders Insekten. Das hat die Initiative „Deutschland summt!“ jetzt honoriert – bereits zum zweiten Mal.

Dienstag, 22.09.2020, 05:05 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 05:10 Uhr
Freuen sich, mit ihrer naturnahen Gartengestaltung erneut beim bundesweiten Wettbewerb „Deutschland summt“ gepunktet zu haben: Kai und Anke Scholz mit Tochter Merle. Das Preisgeld wird wieder für die Gartengestaltung genutzt. Foto: Daniela Dembert
Freuen sich, mit ihrer naturnahen Gartengestaltung erneut beim bundesweiten Wettbewerb „Deutschland summt“ gepunktet zu haben: Kai und Anke Scholz mit Tochter Merle. Das Preisgeld wird wieder für die Gartengestaltung genutzt. Foto: Daniela Dembert

Die Familie hat mit ihrem naturnahen Garten, in den viele Lebensraum- und Nahrungsangebote für Insekten – vor allem Bienen und Wildbienen – integriert sind, den ersten Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Deutschland summt – wir tun etwas für die Bienen“ in der Kategorie Privatgärten belegt.

Urkunde, Pokal und Preisgeld

Verbunden ist der Sieg mit Urkunde, Pokal und einem Preisgeld. „Das wir natürlich wieder in den Garten investieren werden“, betont Hobbygärtner Kai Scholz. Etwas Großes ist geplant. Ein richtiger Hingucker. Allerdings soll der noch nicht verraten werden.

Erstmalig hatten die Pödinghauser 2019 mit ihrem Garten am Wettbewerb teilgenommen und prompt den ersten Platz belegt. Um sich in diesem Jahr erneut zu bewerben, waren neue Komponenten gefragt. Die waren nicht schwer zu finden, denn der Garten der vierköpfigen Familie befindet sich in einer permanenten Entwicklung. „Alles für die Bienen und ein bisschen mehr Natur“, wie Kai Scholz berichtet.

Viele Ohrenkneiferhotels

Überzeugen konnte der Hortus Megabombus durch eine Vielzahl von verschiedenen Einzelmaßnahmen zugunsten von Bienen und anderen Insekten.

So laden im ganzen Garten verteilte Ohrenkneiferhotels zum Bezug durch die Nützlinge ein, ein mit Totholz aufgefülltes Erdloch fungiert als „Käferkeller“, in dem sich Krabbelgetier wohlfühlt, und mehr als 80 verschiedene Staudenarten liefern Nahrung und Lebensraum unter anderem für diverse Wildbienenarten.

Hinzu kommen mehrere kleine Wasserstellen und natürlich eine ganze Reihe von Insektenhotels in verschiedenen Designs.

Eigenen Homepage

Nebenbei tritt Familie Scholz auch als Multiplikator in Erscheinung. Auf der eigenen Homepage , in Videos und Podcasts vermitteln sie ihr Wissen, geben Anregungen und machen Lust auf das Gestalten bienenfreundlicher Gärten. „Beim Tag der offenen Gartentore, für den wir zwölf Infostationen vorbereitet hatten, waren in diesem Jahr 250 Menschen zu Besuch“, sagt Kai Scholz.

Bienenlehrpfad mit Schautafeln

Entlang ihres Gartenzauns, der an einen öffentlichen Weg grenzt, haben die Insektenfreunde einen Bienenlehrpfad mit Schautafeln und einem Automaten mit Sämereien eingerichtet. Jeder kann sich dort weiterbilden.

„In den Automatenkapseln sind jetzt Wildkrokussamen. Mit denen hat man schon recht früh im Jahr etwas Blühendes für die Bienen im Garten“, weiß Imkerin Anke Scholz.

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