Mobile Teststation in Westerenger – Kinder gehen in zwei unterschiedliche Klassen
Zwei Corona-Fälle an Grundschule

Enger (WB). Zwei Schüler aus zwei verschiedenen Klassen der Grundschule Westerenger sind mit dem Corona-Virus infiziert. „Das Wichtigste ist, dass es den Kindern gut geht“, sagte Schulleiterin Antje Thiele. Montagmorgen war die mobile Corona-Teststation des Kreises Herford an der Schule, um Abstriche vorzunehmen.

Montag, 21.09.2020, 19:51 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 20:48 Uhr
Nach Bekanntwerden der zwei Corona-Fälle an der Grundschule Westerenger wurden neun Schüler als Kontaktpersonen ausgemacht. Foto: Julia Günter
Nach Bekanntwerden der zwei Corona-Fälle an der Grundschule Westerenger wurden neun Schüler als Kontaktpersonen ausgemacht. Foto: Julia Günter

Bekannt geworden waren die beiden Fälle bereits am Freitagmorgen – noch vor Schulstart. „Wir haben direkt mit dem Gesundheitsamt telefoniert und die Kontaktpersonen der beiden Schüler ermittelt“, erklärt Thiele. In der einen Klasse seien es vier, in der anderen fünf Kinder. Das Gesundheitsamt habe deren Eltern verständigt, die neun Schüler mussten sich in Quarantäne begeben.

Natürlich hätten die Eltern der Grundschüler einiges an Fragen gehabt. „Wir haben Freitag viele Telefonate geführt und mit einem Elternbrief alle informiert. Wir konnten die Situation so gut auffangen“, erklärt Antje Thiele.

Mobile Teststation des Kreises

Am Montag war die mobile Teststation des Kreises an der Schule. Alle Kinder aus den zwei betroffenen Klassen konnten sich testen lassen – und auch die Pädagogen, Integrationskräfte sowie die Mitarbeiter der OGS, die Kontakt hatten, wurden abgestrichen. „Wir haben den Eltern angeboten, dabeizusein, wenn die Abstriche bei ihren Kindern genommen werden. Etwa die Hälfte hat dies in Anspruch genommen“, sagt die Schulleiterin. Die Ergebnisse sollen bereits an diesem Dienstag vorliegen.

Schulbetrieb läuft normal weiter

„Alle Mädchen und Jungen haben prima mitgemacht, niemand hat genörgelt. Bei laufendem Schulbetrieb sind die Tests ganz problemlos hingenommen worden“, hat Thiele beobachtet. Sie sei anschließend selber in die Klassen gegangen und habe sich bei den Kindern bedankt. Der Schulbetrieb in allen Klassen läuft normal weiter.

Völlig überraschend kamen die Corona-Fälle nicht. Antje Thiele: „Man hofft zwar, dass die eigene Einrichtung verschont bleibt. Aber bei einer Schule mit 200 Kindern kann das eben vorkommen.“ Auch die Eltern hätten alle ruhig reagiert.

Landrat: Kein Hotspot

Landrat Jürgen Müller bestätige, dass es Fälle in der zweiten und dritten Klasse der Grundschule gegeben habe. „Es handelt sich hier aber um keinen Hotspot.“ Bei ähnlichen Fällen habe es keine weiteren Ansteckungen gegeben, so Müller. Gerade erst Ende vergangener Woche war ein Fall an einer Bünder Realschule bekannt geworden. Es erfolgten Tests, die alle samt negativ waren.

In Enger hatte sich Mitte August eine Erzieherin in der DRK-Kita Traumland mit dem Coronavirus infiziert. Die entsprechende Gruppe wurde für zwei Wochen geschlossen. Auch hier hatte sich niemand Weiteres angesteckt.

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