CantArt-Bläserwoche: Abschlusskonzert diesen Samstag im Widukind-Gymnasium Enger
Laien proben mit Profis

Enger (WB). Die Blechblasmusik steht im Kreis Herford als Wiege der Posaunen-Bewegung Johannes Kuhlos in besonderer Tradition. Auf dieser baut die im zweijährigen Turnus stattfindende CantArt-Bläserwoche auf, die in diesem Jahr nur abgespeckt durchgeführt werden kann.

Freitag, 23.10.2020, 15:11 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 15:20 Uhr
Referent Daniel Forsnabba thematisiert in seinem Workshop Basiswissen des Blechblasens wie Körperhaltung und Atmung. Foto: Daniela Dembert
Referent Daniel Forsnabba thematisiert in seinem Workshop Basiswissen des Blechblasens wie Körperhaltung und Atmung. Foto: Daniela Dembert

„Ich bin sehr froh, dass wir überhaupt etwas veranstalten können“, sagt Johanna Wimmer, Kantorin der Engeraner Kirchengemeinde und Organisatorin der Bläserwoche. Zwei Workshops mit je einem Dutzend Teilnehmer und ein Konzert laufen im Rahmen des Festivals CantArt.

Körpergefühl zählt

Am Donnerstag referierte Dozent Daniel Forsnabba über Grundlagen des Spielens. „Dabei geht es sehr viel um das Körpergefühl, um ganzheitliche Ansätze“, berichtet der Trompetenlehrer. Körperhaltung, Atmung und nicht zuletzt die persönliche Grundstimmung spielten eine Rolle beim Musizieren, derer man sich bewusst sein müsse. „Bedarf für einen solchen Workshop gibt es auf jedem Niveau“, hat der Dozent festgestellt.

Wimmer erklärt, warum: „In Posaunenchören wird Wissen häufig von Laien weitergegeben, so dass die Entwicklung stagniert.“ Das liege in der Genese der Posaunenchöre. „Kuhlo hat es früher genauso gemacht: Er hat Posaunenchöre ins Leben gerufen, die er eine Zeit lang intensiv angeleitet hat, danach haben die Chöre aus ihrer Mitte heraus weitergemacht.“ Auch heute noch sei das gemeinsame, generationsübergreifende Musizieren ein spezielles Merkmal der Posaunenchöre, dass seines Gleichen suche, findet Johanna Wimmer.

Viele Blechbläser stießen ohne weitere Schulung aber irgendwann an ihre Grenzen. Weiterbildung in der Gruppe könne Abhilfe schaffen. „Häufig wird bei so einer Gelegenheit festgestellt, dass viele Bläser die gleichen Probleme haben“, weiß Wimmer zu berichten.

Konzert in der Aula

Im Workshop mit Jürgen Hahn, der am Samstag stattfindet, geht es um Stilistik und moderne Rhythmen wie Swing, Jazz, Latin und Gospel. Der Trompeter, Komponist und Bandleader hat auch zum Themenfeld „Zusammenspiel“ einige Tips auf Lager.

Abschließen wird die Bläserwoche Samstagabend mit dem Konzert der „very little Big Band“ um 20 Uhr in der Aula des Widukind-Gymnasiums. Für Gründer Richard Roblee, der eine coronabedingte Auszeit nimmt, tritt Posaunist Sören Fischer den Ensemblemitgliedern Mathias Grabisch und Jürgen Hahn zur Seite.

Konzertbesucher dürfen sich auf eine unterhaltsame und energievolle Mischung aus eigenen Kompositionen, bekannten Spirituals und Ausreißer in andere Genres freuen. Wimmer informiert: „Es sind noch Plätze frei, die Abstandsgebote können wir in der großen Aula sehr gut einhalten.“ Eine Anmeldung via E-Mail an Kirchenmusik.wimmer@web.de sei wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.

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