22 Bewohner und 15 Mitarbeiter mit britischer Mutation infiziert – vier Bewohner im Krankenhaus
Todesfall in Wittekindshofer Einrichtung

Enger (WB/bo) -

Im Zusammenhang mit den Corona-Infektionen im Wittekindshofer Wohnhaus an der Bielefelder Straße in Enger ist am vergangenen Wochenende ein Mensch mit Vorerkrankungen verstorben. Das teilt die Diakonische Stiftung Wittekindshof mit.

Dienstag, 02.03.2021, 15:56 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 16:54 Uhr
Insgesamt 37 Menschen aus der Wittekindshofer Einrichtung haben sich mit der britischen Mutation angesteckt.
Insgesamt 37 Menschen aus der Wittekindshofer Einrichtung haben sich mit der britischen Mutation angesteckt. Foto: Daniela Dembert

„Wir sind traurig“, sagt Felix Lehra, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter und mitverantwortlich für die Wittekindshofer Angebote im Enger, Bünde und Löhne. „Die Betroffenheit unter Mitarbeitern und Bewohnern ist sehr groß. Es ist jetzt wichtig, die Trauer gemeinsam zu verarbeiten und den Menschen, die wir unterstützen, Sicherheit zu geben und ansprechbar für Fragen und Ängste zu sein.“

Derzeit seien 22 Bewohner des Wohnhauses positiv getestet. Bei allen Infektionen handele es sich um die britische Mutation des Coronavirus. Ein Mann, der intensivmedizinisch versorgt werden musste, konnte gestern die Intensivstation verlassen. „Der Zustand der vier Frauen und Männer und auch der übrigen Bewohner im Wohnhaus ist stabil“, sagt Lehra.

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Herford sollen an diesem Mittwoch symptomfreie Klienten erneut getestet werden. Das Wohnhaus steht weiterhin unter Quarantäne. Deshalb sind Besuche derzeit auch nicht gestattet.

Aufgrund der nachweislichen Infizierung mit der britischen Corona-Mutation ist eine Arbeitsquarantäne für positiv getestete Mitarbeitende nicht möglich, 15 Mitarbeiter sind infiziert. „Um die notwendige Unterstützung unserer Klienten sicherzustellen, helfen Kollegen aus anderen Bereichen aus. Wir sind dankbar für die Unterstützung. Die Kollegen bringen sich toll ein und haben in kurzer Zeit gute Beziehungen zu den Bewohnern aufgebaut. Sie arbeiten unter besonders strengen Schutzmaßnahmen: Sie tragen Schutzkittel, Handschuhe, Schutzbrillen sowie FFP2-Masken“, erklärt Lehra, der selbst vor Ort im Wohnhaus hilft.

Wie der Kreis Herford mitteilt, haben sich bislang insgesamt 117 Menschen, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben, mit einer Mutationsvariante des Corona-Virus infiziert. In 115 Fällen wurde die britische Mutation nachgewiesen, in zwei Fällen die südafrikanische Mutation. Seit Montag sind keine neuen Fälle hinzugekommen.

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