Streifenwagen verunglückt auf dem Weg zum Einsatzort
»Die Gefahr fährt immer mit«

Herford (WB). Sie wollen schnell da sein und helfen. Ihr Weg zum Einsatzort kann riskant sein. Am Samstag ist dabei ein Streifenwagen verunglückt – drei Polizisten wurden verletzt. »Die Gefahr fährt immer mit«, sagt Hauptkommissar Ulrich Braun.

Dienstag, 22.07.2014, 07:57 Uhr
Streifenwagen verunglückt auf dem Weg zum Einsatzort : »Die Gefahr fährt immer mit«
Bei der Kollision auf der Werrestraße wurde aus dem Streifenwagen ein Totalschaden. Ein Autofahrer hatte Martinshorn und Blaulicht ignoriert und das Polizeiauto gerammt. Foto: Ruth Matthes

Er gehört zum Führungsstab der Verkehrsdirektion. »Als ich vom Unfall gehört habe, habe ich einen ordentlichen Schrecken bekommen. Es ist schlimm, wenn Kollegen im Dienst etwas zustößt.« Zum Glück seien die Verletzungen relativ leicht gewesen. Wie berichtet, hatte ein Autofahrer aus Bad Oeynhausen Martinshorn und Blaulicht ignoriert und war auf der Kreuzung Werrestraße / B 61 mit dem Streifenwagen kollidiert, der zu einem Unfall unterwegs war.

Blaulicht kein Freibrief zum Rasen

Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen mit Einsatzfahrzeugen. »Wir müssen stets abwägen. Es ist ja keinem damit gedient, wenn uns selbst etwas passiert. Ankommen ist das oberste Ziel«, sagt Ulrich Braun.
Ähnlich sieht es Feuerwehrchef Michael Stiegelmeier. Zwar gelte die Straßenverkehrsordnung für Rettungsfahrzeuge nicht, Martinshorn und Blaulicht seien dennoch kein Freibrief zum Rasen. »Wir müssen höchste Sorgfaltspflicht walten lassen und dürfen nicht einfach so mit 150 Stundenkilometern durch die Stadt brettern.«

Auf regelmäßigen Schulungen und Fahrsicherheitsübungen werden die Feuerwehrleute für diese Extremsituationen im Verkehr trainiert. Michael Stiegelmeier: »Passieren kann trotz aller Vorsicht immer etwas. Das ist nun einmal das Risiko des Jobs.«

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