Stadt Herford bereitet Controllingbericht für die nächste Ratssitzung vor
Millionenlücke bei Gewerbesteuer?

Herford (WB). Schwindende Gewerbesteuereinnahmen bereiten den Kämmerern Sorgen: In Bünde ist der Ansatz zum Ende des zweiten Quartals um 3,5 Millionen Euro unterschritten – in Herford könnten es sogar zwischen 4 und 5 Millionen Euro sein.

Mittwoch, 23.07.2014, 14:41 Uhr
Die Stadt Herford will die Gewerbesteuereinnahmen erst im September bekannt geben.

Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch (CDU) hatte in der vergangenen Woche die auf 19,5 Millionen Euro veranschlagten Gewerbesteuereinnahmen der Stadt nach den Schätzungen zum Ende des zweiten Quartals um 3,5 Millionen Euro nach unten korrigiert. Als möglichen Hauptgrund für geringere Gewerbesteuer-Überweisungen sah der Verwaltungschef steuermindernde Investitionen von Unternehmen vor dem Hintergrund eines anhaltend niedrigen Zinsniveaus.

Gewerbesteuereinbruch von etwa 5 Millionen Euro

Mit Einbrüchen bei der Gewerbesteuer müssten auch andere Kommunen fertig werden, sagte Koch. So habe Kirchlengern Mindereinnahmen von 2 Millionen Euro gemeldet, die Stadt Herford sogar etwa 5 Millionen Euro. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es aus dem Herforder Rathaus bislang allerdings nicht. Auf Anfrage sagte Jörg Hartmann, Leiter der Abteilung Kämmerei, Steuern und Stadtkasse, lediglich: »Wir sind im Moment dabei, den zweiten Controllingbericht mit den aktuellen Zahlen und den Prognosen zum Jahresende aufzustellen.« Auf die in Bünde für Herford genannten Mindereinnahmen von etwa 5 Millionen Euro könne er sich zurzeit keinen Reim machen: »Diese Zahl ist jedenfalls so nicht von der Stadt Herford mitgeteilt worden.«

Die von der Stadtkämmerei zum Ende des zweiten Quartals ermittelten Einnahmen bei der Gewerbesteuer bezifferte Hartmann auch auf Nachfrage nicht. Für eine Prognose zur weiteren Entwicklung dieser Steuer sei es ohnehin zu früh: »Der Controllingbericht ist im Entstehen. Wir können dazu noch keine Aussage machen.«
Bei der Gewerbesteuer – laut Haushaltsplan erwartet die Stadt Herford hier in 2014 Einnahmen von insgesamt 47 Millionen Euro – gebe es erfahrungsgemäß in jedem Jahr »Versprünge«, man müsse den weiteren Verlauf abwarten. Einkommen- und Umsatzsteuer seien dagegen vergleichsweise sehr stabile Steuern, die leichter kalkulier- und prognostizierbar seien. Jörg Hartmann: »Wir werden dem Rat im September den Controllingbericht vorlegen und dann über unsere Gewerbesteuereinnahmen berichten.«

Kommentare

Michael Schönow  schrieb: 24.07.2014 14:07
na dann
verkauft das MArta, spart jedes Jahr einige Millionen und dann schafft das Hansestadt ab, spart auch zig tausende Euro. Und dann sollten sich alle Dorfbürgermeister mal das Schwarzbuch der Steuerzahler durchlesen, da kann man sehen, wie man jedes Jahr 30 bis 40 Mrd Euro Steuergelder verpulvert. Hoeness kommt für Steuerbetrug ins Gefängnis, aber die Politiker leider nicht. Es müssen endlich die verantwortlichen Politiker persönlich, finanziell zur Rechenschaft gezogen werden und nicht der Steuerzahler für die Steuergeldverprasser Politiker.
1 Kommentare
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