Etwa 70 Flüchtlinge werden erwartet – Suche nach Standort
Stadt will Asylbewerber in Containern unterbringen

Herford (WB). Um 60 der voraussichtlich 70 neuen Asylbewerber in Herford unterbringen zu können, will die Stadt Herford etwa 60 Wohncontainer aufstellen. »Wir suchen derzeit nach einem geeigneten Standort für die Container«, teilte Dezernent Manfred Schürkamp gestern mit.

Mittwoch, 07.01.2015, 07:15 Uhr aktualisiert: 07.01.2015, 12:25 Uhr
Etwa 70 Flüchtlinge werden erwartet – Suche nach Standort : Stadt will Asylbewerber in Containern unterbringen
In solchen Wohncontainern sollen bis zu 60 Flüchtlinge untergebracht werden. Offen ist noch, wo die Container aufgestellt werden. Foto: Armin Weigel/dpa

Von den ursprünglichen Planungen, die Flüchtlinge in ehemaligen Briten-Wohnungen in der Ulmenstraße unterzubringen, habe man Abstand genommen. In den vier Wohnhäusern an der Ulmenstraße waren im September vergangenen Jahres 326 Flüchtlinge einquartiert worden. »Damals war es eine Notunterkunft. Jetzt haben wir andere Voraussetzungen. Die Menschen, die jetzt aufgrund der Quotierung zu uns kommen, werden voraussichtlich auch länger in Herford bleiben«, betonte Schürkamp.

Derzeit leben etwa 300 Asylsuchende in Herford

Wie viele Flüchtlinge die Stadt Herford aufnehmen muss, darüber entscheidet die Bezirksregierung Arnsberg. »Laut Quote müssten wir 74 Menschen aufnehmen. Neun sind bereits in der vergangenen Woche gekommen, weitere zehn Personen erwarten wir am Donnerstag«, sagte Lothar Sobek vom Ausländer- und Integrationsbüro. Insgesamt leben in Herford derzeit etwa 300 Asylsuchende.

»Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass wir ähnlich wie an der Gneisenaustraße über weitere Gebäude verfügen würden, in denen wir die Flüchtlinge hätten unterbringen können. Nach Gesprächen, auch mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WWS, mussten wir aber erkennen, dass dies nicht der Fall ist. Also kam die Containerlösung in Betracht«, so Sobek.

Container nur vorübergehende Lösung

Dies soll jedoch lediglich eine vorübergehende Lösung sein. »Wir sind weiterhin daran interessiert, nach einer Eingewöhnungszeit die Menschen in Wohnungen im Stadtgebiet unterzubringen. Das hat im Übrigen auch in der Vergangenheit gut funktioniert.« Allein in Wohnungen der WWS leben mehr als 100 Flüchtlinge. Hier gibt es sozialpädagogische, aber auch hausmeisterliche Betreuung. Sowie eine Begleitung durch Asylbewerber, die bereits länger in Herford leben und den Neuankömmlingen helfen.

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