Di., 28.11.2017

Neuer Überweg für Fußgänger an der Schillerstraße ist 28 Meter lang Behelfsbrücke wird über die Aa gesetzt

Eigentlich sind die Behelfsbrücken, die Daniel Eisner baut, deutlich kleiner. Die 28 Meter lange und 16,5 Tonnen schwere Brücke, die am Donnerstagmorgen mit einem Kran über die Aa gesetzt wird, ist auch für den Polier der Firma Krämer aus Melle etwas Besonderes.

Eigentlich sind die Behelfsbrücken, die Daniel Eisner baut, deutlich kleiner. Die 28 Meter lange und 16,5 Tonnen schwere Brücke, die am Donnerstagmorgen mit einem Kran über die Aa gesetzt wird, ist auch für den Polier der Firma Krämer aus Melle etwas Besonderes. Foto: Moritz Winde

Von Ralf Meistes

Herford (WB). 28 Meter lang und 16,5 Tonnen schwer ist die Behelfsbrücke, die am Donnerstagmorgen mit einem Kran neben die Schillerbrücke gesetzt wird.

Für etwa eineinhalb Jahre wird die Brücke aus Stahlträgern und Holz dann der Überweg für Fußgänger über die Aa sein. Die Schillerbrücke wird anschließend abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die 1931 errichtet und 1970 verbreiterte Schillerbrücke ist seit Jahren marode.

Balkon als städtebauliches Highlight

Mit dem Bau des Neubaus soll im April 2018 begonnen werden. Im Sommer 2019 soll die neue Brücke dann freigegeben werden. Mit dem Neubau wollen die Planer aus dem Büro Bockermann Fritze (Enger) auch einen städtebaulichen Akzent setzen. So ist die Errichtung eines Balkons geplant, der sich an die neue Brückenkonstruktion anschließen soll. Auf dem Balkon soll es Sitzgelegenheiten geben, so dass sich die Besucher am Wasser ausruhen können.

Der Brückenneubau steht auch im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Wilhelmsplatzes. Auf dem 300 Meter langen Teilabschnitt zwischen den Flüssen Aa und Werre soll für drei Millionen Euro ein neuer Boulevard entstehen. In Anlehnung an alte Pläne aus dem 19. Jahrhundert soll der Wilhelmsplatz zur Flaniermeile umgestaltet werden.

Einige Dutzend Bäume werden gefällt

Der heute dort noch befindliche Autoverkehr wird umgeleitet. So wird entlang der nördlichen Seite des Platzes eine neue Straße gebaut werden. Im Zuge der Umgestaltung werden einige Dutzend Bäume gefällt, aber mehr als 40 wieder neu gepflanzt. Als besonderen Clou will die Stadt am Werreufer eine Stufenanlage installieren. An den Werrestufen sollen sich in den Sommermonaten Spaziergänger mit Blick auf die Werre entspannen können.

80 Prozent der drei Millionen Euro kommen als Förderung von Bund und Land. So soll ein Bereich für kulturelle Veranstaltungen geschaffen werden. Neue Bänke und Laternen werden installiert. Die abendliche Beleuchtung des Platzes soll der Beleuchtung am Wall entsprechen.

Allerdings wird entlang der neuen Allee auf das blaue Toplight verzichtet, um deutlich machen, dass es sich hier nicht um ein verlängerter Wallbereich handelt, sondern um einen ganz eigenen Platz. Für Jogger und Radfahrer soll es einen Weg über die Wiese vor dem Widukind-Denkmal geben. Die Entwürfe des Platzes stammen vom Kölner Büro »club L94«.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5319047?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F