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Do., 30.11.2017

Aquarellmalerin Susanne Hohaus stellt im Elsbachhaus aus Die mit dem Wasser spielt

Die gebürtige Herforderin Susanne Hohaus zeigt 21 ihrer Aquarellarbeiten im Elsbachhaus. Welche Abenteuer die Aquarellmalerei mit sich bringt, wird im Gespräch mit der 54-Jährigen deutlich, die in Soest lebt.

Die gebürtige Herforderin Susanne Hohaus zeigt 21 ihrer Aquarellarbeiten im Elsbachhaus. Welche Abenteuer die Aquarellmalerei mit sich bringt, wird im Gespräch mit der 54-Jährigen deutlich, die in Soest lebt. Foto: Hartmut Horstmann

Von Hartmut Horstmann

Herford (WB). Susanne Hohaus mag es, wenn sich das Wasser seinen Weg sucht. Wenn die Farben fließen. Wenn die Konturen verschwimmen. Was dabei herauskommt, ist im Elsbachhaus zu sehen.

 Neigung zum Dekorativen

Auf 21 Bildern zeigt die gebürtige Herforderin, was sie unter Aquarellmalerei versteht. Zu ihren Motiven zählen Gebirgsfelsen, Flusslandschaften, Blumen. »Ganz klar, meine Sachen gehen ins Dekorative«, sagt die 54-Jährige. Sich selbst sieht sie als Malerin – und nicht als Künstlerin, wie sie ausdrücklich betont. Worin genau der Unterschied besteht, ist schwer zu erklären. Eher intuitiv wirkt ihre Abgrenzung zum Künstler – möglicherweise die Verweigerung, die eigenen Arbeiten mit zuviel Bedeutung aufzuladen.

»Das Wasser macht, was es will«

Wichtig ist der handwerkliche Weg, der sich bei Susanne Hohaus auch im Ziel niederschlägt. Denn die Spuren ihres Arbeitens bleiben im fertigen Bild sichtbar. Mit der Nass-in-Nass-Technik lässt die Malerin, die am Friedrich-List-Berufskolleg Fachabitur gemacht hat, die Farben ineinanderlaufen. Um zumindest die Richtung vorgeben zu können, bewegt sie das Bild, nachdem sie die Farben aufgetragen hat. Die Übergänge werden fließend – gleichzeitig ist für die gebürtige Herforderin, die in Soest lebt, jedes Bild ein neues Abenteuer. Ein Abenteuer, das sie bewusst sucht: »Das Wasser macht, was es will.« Gleichzeitig weisen ihre Bilder auch harte Konturen auf – sie fangen so das Entgrenzende auf.

Kein unkreativer Realismus

Susanne Hohaus liebt das Spiel mit den sich verwischenden Farben und der daraus resultierenden Unschärfe. Indem jedes Bild so eine Art Eigenleben bekommt, entfernt sich die Malerin auch vom Ausgangsmotiv. Als Vorlagen können Fotografien oder Natureindrücke vor Ort dienen – sklavisch gebunden an das, was sie sieht, fühlt sie sich nicht. »Natürlich verfremde ich auch«, betont sie. Unkreativer Realismus ist ihre Sache nicht – nur gibt es für sie eine Grenze: »Mit Abstraktion kann ich nichts anfangen.«

Begonnen hat die studierte Sozialpädagogin mit Porträts dunkelhäutiger Menschen. Mehrere Jahre dauerte diese Phase, bis sie sich vor allem der Natur zuwandte. Im Laufe der Zeit gelang es ihr, Einzel-Ausstellungen mit bis zu 30 Arbeiten zu bekommen.

Obwohl der Hauptberuf der 54-jährigen nicht die Malerei ist, wird sie ihren Weg gehen – da darf man sicher sein. Bis Ende Februar hängen ihre Bilder im Elsbachhaus an der Goebenstraße.

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