Mi., 13.12.2017

Erweiterung der Kita Bornbrede mit Räumen für Quartiersarbeit Die Stadt wächst

Beim ersten Spatenstich dabei: (hinten von links) Carsten Harland, Andreas Spilker, Alwin Offel, Bürgermeister Tim Kähler, Claudia Joseph, Uwe Werner, Heike Barthel und Mehmet Günes, Mitarbeiter der Herforder Firma Hirschhorn.

Beim ersten Spatenstich dabei: (hinten von links) Carsten Harland, Andreas Spilker, Alwin Offel, Bürgermeister Tim Kähler, Claudia Joseph, Uwe Werner, Heike Barthel und Mehmet Günes, Mitarbeiter der Herforder Firma Hirschhorn. Foto: Hartmut Horstmann

Von Hartmut Horstmann

Herford (WB). Herford wächst – und wo ist dies besser zu erkennen als an den Kindertagesstätten? Um eine Gruppe erweitert wird die Kita Bornbrede, am Dienstag fand der erste Spatenstich statt.

Bis Ende des kommenden Jahres soll das zweigeschossige Gebäude fertig sein, dass durch einen Glasgang mit dem Haupthaus verbunden wird. Dabei entsteht nicht nur Raum für die neue Kita-Gruppe, sondern im Obergeschoss wird Platz für die Quartiersarbeit in der Nordstadt geschaffen. Diese begreifen die Verantwortlichen nicht als Konkurrenz zu den Angeboten am Magdeburger Platz, sondern als Ergänzung. Im Sinne eines Familienzentrums könne hier zum Beispiel ein Eltern-Kind-Café entstehen, sagt Kita-Leiterin Claudia Joseph.

Ein Ort für die Eltern

Auch Sicht der Leiterin liegt es auf der Hand, dass die Räumlichkeiten vor allem von Leuten genutzt werden, die auch sonst mit der Kita in Berührung kommen: »Es ist ein Ort, an dem sich Eltern treffen können.« Dabei schließt sie nicht aus, dass die Räume auch für andere Veranstaltungen genutzt werden.

Entscheidend ist, dass der Bedarf aus Sicht der Stadt vorhanden ist. Auf eine Million Euro beziffern Fachleute die Baukosten. »Es ist das richtige Geld an der richtigen Stelle«, sagt Bürgermeister Tim Kähler. Er erinnerte daran, dass die Stadt vor zwei Jahren drei Vorschläge für Quartiersarbeit gemacht habe. Für besonders förderungswürdig hielten die Zuständigen beim Land NRW offenbar das Projekt aus der Nordstadt.

Kinder helfen mit Helm und Spaten mit

Es sei die Herausforderung erkannt worden, meint der Bürgermeister – und kündigt an, dass zwei neue pädagogische Fachkräfte eingestellt werden. Dass es seitens der erwarteten Kinderzahlen Sinn macht, zeigt sich bereits jetzt: Obwohl die Kindertagesstätte nur auf 80 Plätze ausgelegt ist, wird sie zurzeit von 90 Kindern besucht. Diese Übergangsregelung gilt bis zur Einweihung der neuen Räume, die für Ende 2018 vorgesehen ist.

Doch der Bedarf ist offenbar noch höher. Bürgermeister Kähler betont, alle Prognosen von vor fünf Jahren seien längst hinfällig: »Herford wächst.« Auch für junge Familien sei Herford interessant – was dem Bürgermeister auch in puncto Berufsausübung gefällt: »Als Bürgermeister eröffne ich lieber einen Kindergarten, als dass ich einen schließe.«

Andreas Spilker, Leiter des Jugendamtes, sieht das neue Angebot, was die Quartiersarbeit angeht, als Teil eines Netzwerks. Ziel müsse es sein, die Menschen vor Ort anzusprechen. Um zu dokumentieren, wie wichtig der Verwaltung das Anliegen in der Nordstadt ist, waren gleich mehrere Vertreter der Stadt zum ersten Spatenstich erschienen. Bevor es symbolisch losging, hatten sich auch einige Kinder bereitgemacht – um mittels Helm und Spaten die Erweiterung ihrer Einrichtung mitzugestalten.

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