Mi., 04.04.2018

Frost und Grippewelle haben den Ausbau der Straße erneut verzögert Endebutt soll bis Ende Mai fertig sein

Blick auf die Straße Endebutt in Richtung Holland. Bis Ende Mai soll die Straße nun nach längerer Verzögerung endgültig fertiggestellt sein. Ursprünglich war September 2017 als Termin für die Beendigung der Ausbauarbeiten vorgesehen.

Blick auf die Straße Endebutt in Richtung Holland. Bis Ende Mai soll die Straße nun nach längerer Verzögerung endgültig fertiggestellt sein. Ursprünglich war September 2017 als Termin für die Beendigung der Ausbauarbeiten vorgesehen. Foto: Ralf Meistes

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Ein Jahr lang hat der Ausbau der Straße Endebutt gedauert, wenn Ende Mai die Arbeiten abgeschlossen sein werden. »Die ausführende Firma hat uns dieses Datum bestätigt«, sagte Andreas Holste von der Bauverwaltung der Stadt Herford.

Eigentlich sollte die T-förmige Straße bereits im September vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Doch zunächst fehlten notwendige Steine, dann kam der Frost und schließlich war die ausführende Firma auch von der Grippewelle betroffen, heißt es aus dem Rathaus.

Denkmalschutz muss beachtet werden

Spurrillen und beschädigte Pflastersteine machten eine Sanierung der Straße erforderlich. Bei der Sanierung musste auch der Denkmalschutz beachtet werden, denn die Straße Endebutt ist in die Denkmalliste eingetragen. Das Amt für Denkmalpflege in Münster hatte festgestellt, dass die Straße weitgehend dem Verlauf, der Breite und den Fluchtlinien des preußischen Urkatasters von 1829 entspricht und Teile noch mit dem Natursteinpflaster – vermutlich aus dem Jahr 1895 – verlegt sind.

Pflastersteine wiederverwendet

Durch den Eintrag als Baudenkmal werden auf der Fahrbahnmitte nun Natursteine verwendet, für die Rinnen und Gehwege farbig angepasste Betonsteine. Ein kurzes Stück ist mit den alten Pflastersteinen original wiederhergestellt.

Das Denkmal umfasst nach der Beschreibung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Pflasterung, die in unterschiedlicher Weise verlegt wurde, die Wölbung der Oberfläche, die Seitenstreifen und – wo vorhanden – die Kantsteine aus Sandstein. »Ursprünglich als Mauerstraße verlief sie parallel zur Mauer und diente einerseits zur rückwärtigen Erschließung der Parzellen zwischen den Straßen Endebutt und Holland, deren Häuser den Holland säumten, und andererseits zur Erschließung der Gademe (Kleinhäuser), die sich an die ehemalige Stadtmauer anlehnten«, heißt es in einer Beschreibung des LWL.

Gesamtkosten betragen 550.000 Euro

Um die neuen Steine an die alten anzupassen, hatte sich die Politik für den Einbau der »Lindlarer Grauwacke« entschieden. Das Problem in der Vergangenheit war, dass das Material aufgrund der enormen Auslastung der Steinbrüche zunächst nicht in dem benötigten Umfang zu bekommen war. Diese Probleme sind mittlerweile beseitigt. Die Steine stammen aus dem Bergischen Land.

Die Kosten für die Erneuerung der Straße Endebutt belaufen sich auf 550.000 Euro. Die Anwohner werden sich mit zwölf Euro pro Quadratmeter am Ausbau beteiligen müssen.

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