Fr., 06.07.2018

Jahreshauptversammlung: Mehr Mitglieder – weniger Rücklagen Kunstverein zieht Bilanz

Der wiedergewählte Vorstand des Kunstvereins (von links): Schatzmeister Peter Mausolf, Ulrich Oehler, Vorsitzende Sarah Heitkemper, Stellvertretender Vorsitzender Friedbert Kretschmer und Henning Schlattmeier.

Der wiedergewählte Vorstand des Kunstvereins (von links): Schatzmeister Peter Mausolf, Ulrich Oehler, Vorsitzende Sarah Heitkemper, Stellvertretender Vorsitzender Friedbert Kretschmer und Henning Schlattmeier. Foto: Ruth Matthes

Herford (WB/rkl). Einen erfreulichen Anstieg der Mitgliederzahlen, ein geschrumpftes Finanzpolster und eine Reihe interessanter Ausstellungen: Das sind die wichtigsten Neuigkeiten, die Vorsitzende Sarah Heitkemper den Mitgliedern des Herforder Kunstverein bei der Jahreshauptversammlung vermeldet hat.

Der Kunstverein hatte sich wegen der laufenden Elisabeth-Ausstellung einmal nicht im Oesterlen-Bau des Daniel-Pöppelmann-Hauses versammelt, sondern im großen Salon der Schönfeldschen Villa. In ihrem Jahresbericht blickte Heitkemper auf die Ausstellungen, Reisen, Workshops und Vorträge zurück.

»Unser Konzept, durch Sonderveranstaltungen auch für jüngere Menschen attraktiver zu werden, ist aufgegangen«, erklärte die Vorsitzende. Alle sechs Veranstaltungen hätten großen Anklang gefunden und teilweise die Erwartungen übertroffen. Positiv hätten sich auch die Mitgliederzahlen entwickelt. 438 waren es Ende 2017, 446 sind es bereits Mitte 2018. »Damit haben wir seit vier Jahren eine steigende Tendenz«, resümierte sie.

Führung nicht mehr kostenlos

Als bedenkenswert bezeichnete Rechnungsprüfer Klaus Vorndamme die Tatsache, dass der Kunstverein eine negative Liquiditätsentwicklung zu verzeichnen habe. Ende 2017 belief sich das Geldvermögen nur noch auf 300 Euro. »Eine gewisse Reserve täte dem Verein gut«, so der erfahrene Banker. Schatzmeister Peter Mausolf nannte als Grund die Lennon-Ausstellung, die 2016 einiges aus der Rücklage abgeräumt habe. Dies sei aus seiner Sicht nicht dramatisch.

Der Vorstand habe sich daraufhin aber entschieden, mit Beginn der nächsten Ausstellung 1,5o Euro für die Führungen zu nehmen. »Vielleicht lockt das ja auch neue Mitglieder an. Denn für sie sind Eintritt und Führung kostenlos«, hofft Heitkemper. Am besten besucht war 2017 die Ausstellung »Clash – Sebastian Heiner« mit 1300 (500 zahlenden) Besuchern, »Berlin Wall Art« wollten 900 Besucher (450 zahlten) sehen und Grenzgänger 800 (500).

Vier neue Ausstellungen

Für die Saison 2018/19 kündigte Heitkemper vier Ausstellungen an. Vom 4. August bis 4. November zeigt Christian Höhn großformatige Fotos zu den Themen »One Station« und »Megacity«. Vom 10. November bis 10. Februar 2019 zeigt der Kunstverein in Kooperation mit dem Böckstiegel-Haus: »Wilhelm Heiner: Tanz, Theater, Zirkus und Musik«. Der Bildhauer, Maler und Grafiker wurde 1902 in Enger geboren und starb 1965 in Bielefeld. Danach folgen Jens Hausmann mit »Architekturmalerei – Bauhausarchitektur« sowie der afghanisch-deutsche Künstler Aatifi mit »Alphabet der Malerei«.

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