Sa., 11.08.2018

Baustellen im zweiten Halbjahr in Herford – Schillerbrücken-Abriss verzögert sich Auf diesen Straßen wird’s eng

Die marode Schillerbrücke hätte längst abgerissen werden sollen. Doch die Arbeiten verzögern sich. Die Behelfsbrücke liegt ungenutzt da.

Die marode Schillerbrücke hätte längst abgerissen werden sollen. Doch die Arbeiten verzögern sich. Die Behelfsbrücke liegt ungenutzt da. Foto: Moritz Winde

Herford (WB). Welche Straßen in Herford werden in der zweiten Jahreshälfte saniert? Wo gibt es Sperrungen? An welcher Stelle hakt es? Antworten gibt Ordnungsamtschef Lothar Sobek im Gespräch mit dieser Zeitung.

Bismarckstraße

Eine Baustelle, an der bereits seit Anfang Juli gearbeitet wird, ist die Bismarckstraße. Die Stadtwerke verlegen von der Einmündung Ortsieker Weg bis zur Einmündung Schumannstraße, auf Höhe der Hausnummer 76 der Bismarckstraße, neue Leitungen. »Dort haben wir keine großen verkehrlichen Beeinträchtigungen«, sagt Sobek.

Lothar Sobek leitet das Ordnungsamt, das auch für den Verkehr zuständig ist.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke arbeiten vor allem an der Seite der Fahrbahn, sodass der Verkehr mit einer sogenannten Verschwenkung umgeleitet werden kann. Dabei wird die Fahrbahn halbseitig gesperrt und der Verkehr auf die Spur der Gegenrichtung verlegt. Im Falle der Bismarckstraße führt also nur noch eine Spur in jede Fahrtrichtung.

Der Fahrradweg ist aufgrund der Bauarbeiten gesperrt. Die Fertigstellung ist für Mitte November geplant.

Bielefelder Straße

Einen Termin für die Baumaßnahmen an der Bielefelder Straße hat der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW nun festgelegt: »Mit Beginn der Herbstferien, also Mitte Oktober, wollen wir anfangen«, berichtet Pressesprecher Sven Johanning. Es gehe darum, die Fahrbahndecke zu erneuern. Dafür müsse man sich auf eine Vollsperrung einrichten.

Gebaut werde für etwa vier Wochen zwischen der Einmündung Braker Straße in Bielefeld-Brake und der zweiten Einmündung Am Hüchtenbrink, die in Richtung Herford liegt. Sobek befürchtet, dass die Vollsperrung der Bielefelder Straße eine weiträumigere Umleitung für die Bauarbeiten an der Salzufler Straße bedeuten könnte.

Wittekindstraße

Eine vergleichsweise kleine Baumaßnahme gibt es an der Wittekindstraße. In Kürze wird dort die Kurve in Höhe des Kreishauses entschärft und die Mittelinsel zurückgebaut. Dafür muss die Fahrbahn halbseitig gesperrt werden, es entsteht eine Einbahnstraße. »Es gibt schon eine Geschwindigkeitsanzeige und eine Tempo-40-Begrenzung. Aber es sind immer wieder Unfälle passiert«, sagt Lothar Sobek.

Die Mittelinsel, die Fußgängern als Überquerungshilfe dienen soll, sei hinderlich. Die Fahrbahn sei durch den Bau schmaler geworden, die Autos würden in der Kurve nach außen gedrückt und so komme es häufig zu Unfällen mit Fußgängern. »Die Insel ist gefährlicher, als dass sie hilft«, lautet Sobeks Fazit. Die Maßnahme wird ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Schillerstraße

Die Abrissarbeiten an der Schillerbrücke hätten laut Sobek längst abgeschlossen sein sollen. Allerdings gab es »in diesem Ausmaß nicht bekannte Detailarbeiten«, die den Start der Abrissarbeiten immer weiter nach hinten verschieben. Es handelt sich um Arbeiten der Telekom, die einzeln jedes Kabel zu der Behelfsbrücke umlegen muss.

Sobek: »Erst, wenn alle Verbindungen gesichert sind, können wir die Brücke abreißen.« Eigentlich sollte mit dem Abriss bereits kurz nach Ostern begonnen werden. Jetzt hofft der Ordnungsamtschef auf einen Termin noch in diesem Monat.

Die Brücke ist marode und seit längerer Zeit nicht mehr für jedes Fahrzeug tragfähig, sodass sie erneuert werden muss. Die Arbeiten am Wilhelmsplatz »gehen gut voran«, sagt Sobek.

Salzufler Straße

Lange Lieferzeiten von Regenbehandlungsanlagen, die im ersten Bauabschnitt der Salzufler Straße verlegt werden sollen, verzögern dort seit einiger Zeit die Bauarbeiten.

Mitte Juli sollte es ein Gespräch zwischen der Stadt Herford und der zuständigen Baufirma geben. Dabei sollte geklärt werden, ob es möglich ist, einen anderen Bauabschnitt vorzuziehen, bis die Anlage geliefert ist. »Alle sind interessiert, schnell anzufangen«, sagt Sobek dazu. Ein Ergebnis dieses Gesprächs wurde noch nicht bekannt gegeben. Allerdings: Passiert ist noch nichts.

Insgesamt wird die Salzufler Straße für die Arbeiten in elf Abschnitte unterteilt. Nur im ersten werden Regenbehandlungsanlagen gebraucht. Würde der zweite Bauabschnitt vorgezogen werden, würden sich die Arbeiten von der Friedenstalstraße bis zur Maschstraße erstrecken.

Die völlig marode Salzufler Straße soll einem Komplettausbau unterzogen werden: Sie bekommt Fahrradschutzstreifen, neue Gehwege, Fußgängerüberwege, barrierefreie Haltestellen und Wartehallen sowie Längsparkbuchten.

Dafür muss die Straße in den jeweiligen Abschnitten immer voll gesperrt werden. Sobek: »Der erste Bauabschnitt ist in Bezug auf die Umleitungen der schwierigste.« Der Verkehr müsse über die Ahmser Straße und die Umgehungsstraße nach Bad Salzuflen umgeleitet werden.

Wiesestraße

»Wenn die Bauarbeiten in der Wiesestraße abgeschlossen sind, ist es einfacher.« Das werde in diesem Jahr aber nicht mehr erreicht. Denn dann könne man innerstädtische Umleitungen ausschildern. Vor einigen Jahren sind dort bereits die notwendigen Kanalarbeiten unternommen worden. Aus den resultierenden Problemen – lange Staus – habe man gelernt. Die Stadt sei mit der Pro Herford in Kontakt, um eine bessere Beschilderung zu gewährleisten. »Es soll eine gemeinsame Wegweisung geben«, sagt Lothar Sobek.

 

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