Fr., 31.08.2018

Während der Bauphase muss in Herford die Schiller-Bar gesichert werden – mit Video Schillerbrücke: Abriss verzögert sich erneut

Bevor mit dem Abriss der Schillerbrücke begonnen werden kann, müssen die Ingenieure berechnen, inwieweit die angrenzende Schiller-Bar von den Arbeiten betroffen sein wird. »Während der Abrissphase müssen wir das Gebäude zusätzlich sichern«, sagt Uwe Werner vom Tiefbauamt.

Bevor mit dem Abriss der Schillerbrücke begonnen werden kann, müssen die Ingenieure berechnen, inwieweit die angrenzende Schiller-Bar von den Arbeiten betroffen sein wird. »Während der Abrissphase müssen wir das Gebäude zusätzlich sichern«, sagt Uwe Werner vom Tiefbauamt. Foto: Moritz Winde

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Dreimal wurde der Abrisstermin der Schillerbrücke bereits verschoben. Jetzt sollen im September die Arbeiten endlich beginnen.

Der Abriss der maroden Schillerbrücke wurde vor Jahren beschlossen. Deren Neubau steht auch im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Wilhelmsplatzes.

Behelfsbrücke für Fußgänger

Am Freitag treffen sich Vertreter der Bauverwaltung erneut mit den beauftragten Ingenieurbüros, um den Abrisstermin endgültig festzulegen. Mit dem Abriss wird dann auch die Behelfsbrücke aus Holz für Fußgänger in Betrieb genommen, die vor einigen Monaten errichtet worden ist.

Ursprünglich wollte die Stadt mit den Arbeiten nach den Osterferien beginnen. Doch zunächst gab es Schwierigkeiten mit der Telekom, die ihre Leitungen noch unter die Behelfsbrücke verlegen musste. »Das ist mittlerweile erledigt«, sagte Uwe Werner, Leiter der Tiefbauabteilung, auf Anfrage.

Warten auf Planungsunterlagen

Die Stadt hatte angekündigt, in den Sommerferien mit den Abrissarbeiten der Brücke zu beginnen. Dieser Termin konnte ebenfalls nicht eingehalten werden. »Leider mussten wir auf Planungsunterlagen einer ausführenden Firma sehr lange warten«, begründet Werner die erneute Verzögerung.

Schwierig sei auch die Detailplanung des Brückenabrisses gewesen. Weil das an die Brücke angrenzende Gebäude, der Gastronomiebetrieb Schiller, eine Flachgründung sei, müsse dieses Gebäude zusätzlich gesichert werden. Andernfalls, so die Experten, könnte beim Abriss der Brücke auch ein Teil des Gebäudes mitabgerissen werden.

Schiller-Bar zusätzlich sichern

»Wir müssen das Gebäude Schiller mit zwei bis drei Metern unterfangen«, betont Werner. Bis zum Sommer 2019 soll nach den Worten von Uwe Werner die neue Brücke stehen.

Während der Bauzeit der neuen Brücke sind der Wilhelmsplatz und die Augustastraße ausschließlich aus Richtung Arndtstraße mit dem Auto zu erreichen.

Neue Straße fast fertig

Fast fertig ist hingegen die neue Straße Am Wilhelmsplatz, die nördlich entlang des Platzes verläuft. Sie wird die bisherige Straße ersetzen. Aus dem ehemaligen Straßenverlauf soll ein Boulevard für Fußgänger entstehen. Insgesamt baut die Stadt den Platz zwischen Schillerbrücke und Lübbertorwall für drei Millionen Euro um.

Neben der Fahrbahnverlegung wird sich der Wilhelmsplatz auch optisch verändern: mit Spielangeboten für Kinder wie in den Boden eingelassene Trampoline, Klettergerüste sowie Sitzbänken. Leuchtstelen werden installiert, um den Platz in ein stimmungsvolles Licht zu tauchen.

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